Neue Konzert-Arena in München soll Weltstars locken

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Von Cordula Dieckmann

Freising - Konzerte mit bester Akustik und vor 20.000 Menschen - das soll künftig die Munich Arena bieten. Nahe dem Flughafen in Freising soll bis 2029 "eine der führenden Konzertarenen Europas" entstehen, wie Munich-Arena-Manager Lorenz Schmid anlässlich des Spatenstichs erklärt.

Das Computer-Rendering zeigt eine Ansicht der geplanten Munich Arena.
Das Computer-Rendering zeigt eine Ansicht der geplanten Munich Arena.  © -/SWMUNICH Real Estate | Populous | Henn | Latz+Partner/dpa

Anders als etwa in Paris, Amsterdam, Wien oder Madrid gebe es in Deutschland bislang keine vergleichbare Arena, oft seien es multifunktionale Veranstaltungsstätten vor allem aus dem Sport. In der Munich Arena solle aber "Music First" gelten - also zuerst die Musik. 

Wenn alles klappt, soll 2029 das erste Konzert stattfinden - aus der Liga der Weltstars, etwa Coldplay. Die Macher sind überzeugt, dass sich das privat finanzierte Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als 400 Millionen Euro rechnet. Auch der Entertainment-Konzern Live Nation ist beteiligt.

Durch die Digitalisierung habe sich das Geschäftsmodell der Musiker verschoben, sagt Schmid. Sie verdienten ihr Geld inzwischen mit Liveauftritten, sodass immer größere und leistungsfähigere Bühnen benötigt würden, erklärt er. Hier befinde man sich im Wettbewerb mit anderen Metropolregionen in Europa. Konzerte würden auch danach verteilt, wo es die größten Bühnen, die beste Akustik und die beste Sicht fürs Publikum gebe.

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Wenn es läuft wie geplant, reisen Menschen von weit her an, um hier ein Konzert zu besuchen. Neben der Arena ist deshalb unter anderem auch ein Hotel geplant. 

Konkurrenz zur Olympiahalle? Wirkung auf bestehende Münchner Konzertstätten

Die Luftaufnahme zeigt den geplanten Standort für die neue Konzertarena "Munich Arena" am Flughafen.
Die Luftaufnahme zeigt den geplanten Standort für die neue Konzertarena "Munich Arena" am Flughafen.  © -/SWMUNICH Real Estate/Munich Arena/dpa

Doch was bedeutet das für die bestehenden Konzertstätten in München? Das Olympiastadion mit bis zu 70.000 Besuchern spielt in einer anderen Liga. Man sehe sich in keiner Konkurrenz und wolle sich nicht gegenseitig etwas wegnehmen, betont man bei der Munich Arena.

Die Torte werde einfach größer. Munich-Arena-Manager Lorenz Schmid verweist auf das Geld, das Berechnungen zufolge in die Metropolregion gespült werden könnte - mit jährlich 350 Millionen Euro beziffert Schmid die Bruttowertschöpfung. In Freising ist man erwartungsfroh: "Wir werden künftig Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt in Freising begrüßen dürfen", so Oberbürgermeisterin Monika Schwind (Freisinger Mitte).

Und in München? "Die Olympiahalle war mehr als fünf Jahrzehnte die größte Veranstaltungshalle im Umkreis von 200 Kilometern und somit konkurrenzlos, wenn man in den Süden Deutschlands wollte. Selbstverständlich wird die neue Halle in Freising eine große Konkurrenz zur Olympiahalle sein", sagt Marion Schöne, Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH.

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"Zumal mit dem Einstieg von Live Nation in das Projekt die meisten internationalen Topstars dort auftreten werden. Daher rechnen wir mit einem Einbruch der Umsatzerlöse." Die Konzertbranche habe nach Corona zwar ordentlich zugelegt, "aber der Kuchen wird sich künftig auf zwei Veranstaltungsstätten verteilen". 

Titelfoto: -/SWMUNICH Real Estate | Populous | Henn | Latz+Partner/dpa

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