Friedliches Oktoberfest trotz mehr Einsätzen: Polizei und Feuerwehr ziehen Bilanz

München - "Auf eine friedliche Wiesn" verkündete OB Dominik Krause (36) zum Anstich des 191. Oktoberfests – und sollte recht behalten! Trotzdem kam es aufgrund der erhöhten Besucherzahl zu mehr Einsätzen. Laut Polizei rückten rund 600 Beamte in diesem Jahr 1851 Mal aus – eine Steigerung von rund 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

Das Oktoberfest 2026 ist beendet.  © Felix Hörhager/dpa

Die Feuerwehr München kann rückblickend auf die letzten 15 Tage einen ruhigen Dienstbetrieb verzeichnen und hat keine besonderen Einsatzlagen zu vermelden.

Bis zu 29 Einsatzkräfte waren täglich vor Ort. Die Wiesnwache verzeichnete in den 17 Tagen 14 Einsätze – genauso viele wie im Vorjahr.

Bis zu sechs Kräfte des Vorbeugenden Brandschutzes kontrollierten täglich die Festhallen, Mittelbetriebe und Außenbereiche. Dabei stellten sie 75 Mängel fest (Vorjahr: 59). Die meisten konnten direkt vor Ort und gemeinsam mit den Betreibern behoben werden.

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Zu den Einsätzen gehörten ein steckengebliebenes Fahrgeschäft und ein brennender Abfallcontainer. Ansonsten blieb es bei kleineren Hilfeleistungen sowie Unterstützung für Polizei und Sanitätsdienst.

Für zwei tierische Einsätze sorgten gefiederte Wiesngäste: Ein Vogel landete unsanft auf dem Dach des Behördenhofs und entkam noch vor dem geplanten Einfangen.

Ein Nymphensittich hingegen ließ sich vom bunten Treiben im Hofbräu Festzelt offenbar nicht beeindrucken. Er war so zutraulich, dass er freiwillig mit den Einsatzkräften mitging – inklusive Fototermin.

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Ein Nymphensittich sorgte für Aufregung.  © Feuerwehr München

Viel Präsenz, schnelle Hilfe und moderne Technik

Mit hoher Präsenz und dichter Streifenbesetzung war die Polizei auf dem Oktoberfest jederzeit ansprechbar und bei Bedarf schnell vor Ort. Neben Einsätzen und Kontrollen gehörten auch zahlreiche Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt, Fotowünsche und Auskünfte zum täglichen Wiesn-Alltag.

Trotz der großen Besucherzahl und notwendiger polizeilicher Maßnahmen blieb der Einsatz zum 191. Oktoberfest insgesamt von viel Verständnis geprägt.

Eine wichtige Unterstützung war erneut die Videotechnik auf dem Festgelände: 56 Kameras, bedient von speziell geschulten Polizeikräften, ermöglichten bei Notrufen eine schnelle Lageeinschätzung und gezielte Reaktionen. In 228 Fällen unterstützte die Videotechnik die Einsatzkräfte, 25 Einsätze wurden direkt durch die Beobachterinnen und Beobachter ausgelöst.

Auch die Bodycams der Einsatzkräfte kamen vielfach zum Einsatz – sowohl zur Deeskalation als auch zur Dokumentation von Straftaten.

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