Oktoberfest in München: Vorfall beim Böllerschießen – Schuss löst sich versehentlich

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München - Zum 191. Mal heißt es in München "O'zapft is!". Bis zum 4. Oktober findet auf der Theresienwiese das Oktoberfest statt.

Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.
Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.  © Felix Hörhager/dpa

So mancher Münchner flieht aus der Stadt, andere können von der fünften Jahreszeit gar nicht genug bekommen.

Zwischen dem Schaulaufen der Promis und kurioser Skandale gibt es jede Menge Geschichten, die ans Herz gehen.

Doch wo Millionen Menschen zum Feiern zusammenkommen, gibt es auch Schattenseiten: Unfälle, Diebstähle und Alkoholexzesse sind ebenso Teil des größten Volksfests der Welt.

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Oktoberfest Seniorin stirbt nach Unfall mit Pferd auf Oktoberfest

Mit unserem Liveticker zum Oktoberfest bleibt Ihr auf dem Laufenden.

4. Oktober, 15.56 Uhr: Schuss löst sich versehentlich bei traditionellem Böllern

Beim traditionellen Böllerschießen zum Abschluss des Oktoberfests in München hat sich versehentlich ein Schuss gelöst.

Auf einem Video ist zu sehen, wie bei den Schützen unterhalb der Bavaria ein Schuss nach vorn statt nach oben geht. 

Es habe einen Fehlschuss gegeben, sagte Kommandant Werner Waschbichler. "Aufgrund der vorgegebenen Sicherheitsabstände ist nichts passiert."

Es sei noch nicht klar, wie es zu dem Vorfall gekommen sei. Das Kreisverwaltungsreferat werde diesen nun untersuchen.

Beim traditionellen Böllerschießen am letzten Wiesn-Tag löste sich versehentlich ein Schuss.
Beim traditionellen Böllerschießen am letzten Wiesn-Tag löste sich versehentlich ein Schuss.  © Felix Hörhager/dpa

4. Oktober, 13.23 Uhr: Neuer Wiesn-Rekord: 7,4 Millionen Besucher

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel.

Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. 7,4 Millionen Menschen haben nach Angaben der Stadt in diesem Jahr das Münchner Oktoberfest besucht.

"Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer Geschichte", teilte die Stadt München mit.

4. Oktober, 11.40 Uhr: Unfall an Schiffsschaukel auf Oktoberfest

Am letzten Tag des Oktoberfests hat es einen Unfall an der Schiffsschaukel auf der "Oiden Wiesn" gegeben.

"Der Rettungsdienst ist vor Ort", sagte ein Sprecher der Wiesnwache. Bei einem Unfall ist ein Mitarbeiter schwer verletzt worden. Rettungskräfte hätten diesen vor Ort reanimiert, teilte die Polizei mit.

Der 47-Jährige befinde sich nun im Krankenhaus. Es ist bereits der zweite Unfall eines Mitarbeiters an einem Fahrgeschäft auf dem diesjährigen Oktoberfest.

Die Polizei sperrte das Fahrgeschäft ab.

Der letzte Tag des Oktoberfests wird erneut von einem Unfall an einem Fahrgeschäft überschattet.
Der letzte Tag des Oktoberfests wird erneut von einem Unfall an einem Fahrgeschäft überschattet.  © Felix Hörhager/dpa

3. Oktober, 8 Uhr: Wolken, Sonne und milde Temperaturen zum Finale

Das letzte Wiesn-Wochenende startet teils trüb, doch spätestens der Sonntag verspricht mildes Herbstwetter mit Sonne und Wolken.

Vom Alpenvorland bis in das nördliche Schwaben könne der Himmel am Feiertag längere Zeit bedeckt sein, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Sonntag, zum Ausklang des Oktoberfestes, herrscht dann nach einem trüben Start überall ruhiges Herbstwetter, mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken und erneut Werten bis zu 23 Grad.

Für die Jahreszeit sei es weiterhin sehr mild, heißt es vom DWD. 

3. Oktober, 7 Uhr: Deutlich mehr Besucher auf der Wiesn

Das Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht, die Telefónica Deutschland und Invenium Data Insights für die dpa ausgewertet haben.

Das sind demnach rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Treiber dürfte das gute Wetter sein. 

Rechnet man die Zahlen hoch und spielt das Wetter zum Wiesn-Endspurt mit, könnte das Fest dieses Jahr an der Sieben-Millionen-Marke kratzen. Bisheriger Rekord sind laut offizieller Seite des Oktoberfestes 7,2 Millionen Besucher im Jahr 2023 - damals war die Wiesn allerdings auch zwei Tage länger als dieses Jahr. Um diesen Wert zu erreichen, bräuchte es in den letzten Tagen des Festes aber außergewöhnlich hohe Besuchszahlen.

"Unsere aktuellen Daten sprechen für eine besucherstarke Wiesn 2026", sagt Matthias Sauder von Telefónica Deutschland. "Nach zwei Jahren mit weitgehend konstanten Besucherzahlen sehen wir eine höhere Dynamik. Mehr internationale Gäste, längere Aufenthalte und eine deutlich intensivere digitale Nutzung machen die Wiesn zu einem immer komplexeren Großereignis."

Der Anteil internationaler Gäste liegt laut Telefónica inzwischen bei rund 31 Prozent - das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren.

Bei schönstem Wetter strömten schon Millionen Menschen auf das Oktoberfest.
Bei schönstem Wetter strömten schon Millionen Menschen auf das Oktoberfest.  © Felix Hörhager/dpa

1. Oktober, 17.28 Uhr: Nymphensittich verirrt sich ins Hofbräu-Festzelt

Ein ungewöhnlicher Gast hat sich am Donnerstag auf die Münchner Wiesn verirrt: Ein Nymphensittich landete im Hofbräu-Festzelt und machte es sich dort offenbar ziemlich gemütlich.

Besonders zutraulich zeigte sich der Vogel gegenüber den Mitarbeitern. Er setzte sich auf die Schulter einer Bedienung und ließ sich von den Festzeltbesuchern sogar mit Nüssen füttern. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der ungewöhnliche Wiesn-Besucher erst zum Problem, als seine Verpflegung langsam zur Neige ging.

Die Mitarbeiter brachten den Nymphensittich zunächst vorsichtig in einer Bäckerkiste unter und alarmierten anschließend die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte konnten den Vogel schließlich problemlos in eine Tierfangkiste setzen – eine Flucht versuchte er dabei nicht.

Da zunächst niemand sagen konnte, wem der Nymphensittich gehört, wurde er von der Feuerwehr ins Tierheim Riem gebracht. Dort wird nun nach seinem Besitzer gesucht.

Der Nymphensittich verirrte sich auf der Wiesn. (Symbolfoto)
Der Nymphensittich verirrte sich auf der Wiesn. (Symbolfoto)  © Pavel D. Vitko/Sea-Eye/dpa

1. Oktober, 16.01 Uhr: Wiesn-Watschn! Sicherheitsmitarbeiter soll Besucher geschlagen haben

Auf dem Münchner Oktoberfest soll ein Sicherheitsmitarbeiter einem Besucher mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Der 31-Jährige hatte den 37-Jährigen am Mittwochabend dabei beobachtet, wie dieser am Ausgang eines Festzelts gegen das Zelt urinierte. Als der Besucher der Aufforderung, den Bereich zu verlassen, nicht nachkam, kam es laut Polizei zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

Der 37-Jährige stürzte zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Schwerwiegende Verletzungen wurden vom Rettungsdienst jedoch nicht festgestellt.

Die Polizei nahm den Security-Mann vorläufig fest. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Zudem wurde ein Betretungsverbot für das Oktoberfest 2026 angestrebt.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schläger fest. (Archivfoto)
Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schläger fest. (Archivfoto)  © Peter Kneffel/dpa

1. Oktober, 12.57 Uhr: Mehrere Fälle von Körperverletzung

Am Mittwoch geriet ein 48-Jähriger mit ungarischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland mit einem 39 Jahre alten Landsmann mehrfach in einen Streit. Stand jetzt soll der Kontrahent gegen 23.30 Uhr dem 48-Jährigen mehrfach mit der Faust gegen Oberkörper und Kopf seines Kontrahenten geschlagen haben.

Dieser "stürzte daraufhin rückwärts zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Er wurde dabei schwer verletzt und war zunächst nicht ansprechbar", teilten die Beamten mit. Er kam in eine Klinik, der 39-Jährige wurde festgenommen und angezeigt und wird am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt.

Zuvor, gegen 21.10 Uhr, kam es bereits zu einer körperlichen Attacke. In dem Fall gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eines Festzelts. Er beobachtete einen 37-jährigen Dänen, der gegen das Festzelt pinkelte. Der Security-Mann forderte ihn auf, den Bereich zu verlassen.

Da dieser nicht wollte, kam es zu Handgreiflichkeiten. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen schlug dabei der Sicherheitsmitarbeiter dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Dieser stürzte zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein."

Er wurde vom alarmierten Rettungsdienst untersucht, schwerwiegende Verletzungen konnten ausgeschlossen werden. Der 31-jährige Deutsche erhielt eine Anzeige und darf das Festgelände 2026 nicht mehr betreten.

In der Mittwochnacht gab es mehrere Vorfälle von Körperverletzung auf dem Oktoberfest.
In der Mittwochnacht gab es mehrere Vorfälle von Körperverletzung auf dem Oktoberfest.  © Felix Hörhager/dpa

30. September, 12.18 Uhr: US-Tourist zeigt Hitlergruß und wird festgenommen

Am Dienstag gegen 21.25 Uhr konnten mehrere Besucher und Polizisten beobachten, wie ein Mann beim Verlassen des Geländes im Bereich eines U-Bahnabgangs die Geste mit Bezug zum Nationalsozialismus zeigte.

Die Beamten folgten dem Mann und nahmen ihn schließlich vorläufig fest. Der 27-jährige US-Amerikaner wurde zur Wiesnwache gebracht und wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen angezeigt. Außerdem wurde ihm ein Platzverweis für das gesamte Gelände bis zum Wiesn-Ende erteilt.

Im Rahmen der Ermittlungen sicherte die Polizei die Videoaufzeichnungen aus dem Bereich des U-Bahnhofs als Beweismittel. Nachdem er einer Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrags gezahlt hatte, durfte der Mann die Wache wieder verlassen.

30. September, 12 Uhr: Seniorin stirbt nach Unfall mit Pferd

Ein Unfall vor einer Woche auf der Oidn Wiesn beschäftigt die Polizei.

Eine Seniorin im Rollstuhl hatte am Mittwoch vor einer Woche ein Pferd gestreichelt und war gestürzt. Wenig später ging es ihr sehr schlecht, sodass sie schließlich ins Krankenhaus kam. Dort starb die 90-jährige Münchnerin am Dienstag.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen zum Geschehen aufgenommen.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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