Oktoberfest in München: 52-Jähriger nach Schlag ins Gesicht im Koma

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München - Zum 191. Mal heißt es in München "O'zapft is!". Bis zum 4. Oktober findet auf der Theresienwiese das Oktoberfest statt.

Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.
Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.  © Felix Hörhager/dpa

So mancher Münchner flieht aus der Stadt, andere können von der fünften Jahreszeit gar nicht genug bekommen.

Zwischen dem Schaulaufen der Promis und kurioser Skandale gibt es jede Menge Geschichten, die ans Herz gehen. Doch wo Millionen Menschen zum Feiern zusammenkommen, gibt es auch Schattenseiten: Unfälle, Diebstähle und Alkoholexzesse sind ebenso Teil des größten Volksfests der Welt.

Mit unserem Liveticker zum Oktoberfest bleibt Ihr auf dem Laufenden.

29. September, 17.31 Uhr: Schankkellner kündigen nach Streit mit dem Chef

Im Paulaner-Festzelt kam es am Montagabend offenbar zu einer Auseinandersetzung zwischen Festwirt Lorenz Stiftl und zwei Schankkellnern. Anschließend sollen sieben Mitarbeiter gekündigt haben.

Stiftl habe zwei seiner Angestellten offenbar beim Biertrinken erwischt und gekündigt. Aus Mitarbeiterkreisen wird der Vorfall dagegen als "heftige Auseinandersetzung" beschrieben. Daraufhin stellten sich weitere Schankkellner hinter ihre Kollegen.

Insgesamt sieben von ihnen legten die Arbeit nieder und schlossen die Zapfhähne. Das bestätigt auch die Sprecherin.

29. September, 15.26 Uhr: 52-Jähriger nach Streit nahe Oktoberfest im Koma

Nach einem Streit in der Nähe des Oktoberfests liegt ein 52-Jähriger aus dem Landkreis Freising im Koma. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann von einem bislang unbekannten Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Er stürzte und prallte mit dem Kopf ungebremst auf den Asphalt.

Der 52-Jährige war gemeinsam mit einer Gruppe auf dem Oktoberfest unterwegs. Außerhalb des Festgeländes kam es zu einem Streit mit mehreren Unbekannten. Einer der Männer schlug dem 52-Jährigen ins Gesicht. Ein 21-jähriger Begleiter, ebenfalls aus dem Landkreis Freising, wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Die Unbekannten ergriffen anschließend die Flucht.

Der 52-jährige Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und musste notoperiert werden. Nach Angaben der Polizei ist derzeit noch unklar, wie schwer seine Verletzungen tatsächlich sind.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

29. September, 14.43 Uhr: 100.000 Euro Beute – Polizei fasst Taschendieb-Bande

Ein gestohlenes Handy, eine Attrappe als Ersatz und mutmaßliches Diebesgut im Wert von rund 100.000 Euro: Nach schwerem Bandendiebstahl während des Oktoberfests hat die Münchner Polizei vier Tatverdächtige festgenommen. Die aus Frankreich stammenden Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilte. 

Ihren Ausgang nahmen die Ermittlungen bei einem 36-jährigen Wiesngast aus den USA. Er war am Donnerstagabend auf dem Fest und wachte am nächsten Morgen ohne Erinnerung in seinem Hotel auf. Er stellte fest, dass sein Mobiltelefon gestohlen und durch eine Attrappe ersetzt worden war. Auch ein Armbandtracker fehlte. Über das gestohlene Handy waren zwischenzeitlich Einkäufe im Wert von mehreren tausend Euro getätigt worden.

Bei der Auswertung von Videoaufnahmen kamen die Ermittler einem der 29-jährigen Tatverdächtigen auf die Spur. Taschendiebfahnder aus Rumänien und Portugal erkannten den Mann noch am selben Abend auf dem Oktoberfest wieder. Er wurde zusammen mit einem 31-jährigen Landsmann festgenommen. Die weiteren Ermittlungen führten die Beamten zu einem Hotel in München. Dort nahmen sie zwei weitere Franzosen im Alter von 27 und 34 Jahren fest. In dem Zimmer fanden die Ermittler zahlreiche hochwertige Gegenstände und Kleidung sowie Mobiltelefone, mutmaßlich aus vorangegangenen Diebstählen. 

"Wir gehen davon aus, dass die Männer extra für das Münchner Oktoberfest hier angereist sind zur Begehung von Straftaten", sagte Polizeisprecher Christian Drexler.

Das Oktoberfest zieht nicht nur Besucher, sondern auch Diebe an.
Das Oktoberfest zieht nicht nur Besucher, sondern auch Diebe an.  © Felix Hörhager/dpa

29. September, 13.44 Uhr: Polizei ermittelt nach Vergewaltigung auf dem Oktoberfest

Die Polizei ermittelt nach einer Vergewaltigung auf Hügel an der Bavaria und hat einen italienischen Touristen festgenommen.

Der Mann verging sich am Sonntag gegen 22.30 Uhr an einer 31-Jährigen. Mitarbeiter des Sanitätsdiensts und eines Zelts schritten ein und hielten den Mann fest, bis die Polizei eintraf.

Inzwischen sitzt der 31-jährige Tourist in Untersuchungshaft.

29. September, 12.30 Uhr: Münchner kokst auf Wiesn-Klo und widersetzt sich Kontrolle

Ein Münchner wurde mit Kokain in einem Festzelt erwischt und festgenommen, als er erheblichen Widerstand gegen die Polizei leistete.

Die Beamten hatten am Montagabend gegen 22.30 Uhr den Verdacht, dass der 27-Jährige auf einer Toilette in einem Festzelt Drogen konsumierte. Als der Münchner daraufhin kontrolliert werden sollte, leistete er Widerstand und wollte fliehen. Dabei wurden drei Beamte leicht verletzt. Er wurde schließlich zu Boden gebracht, gefesselt und vorläufig festgenommen.

Bei seiner Durchsuchung fand die Polizei ein weißes Pulver, dass sich als Kokain herausstellte. Weil sich der 27-Jährige auf der Wache weiterhin aggressiv verhielt, wurde er in zunächst Sicherheitsgewahrsam genommen und dann am Dienstag gegen 0.15 Uhr wieder entlassen.

Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Polizisten stehen auf dem Gelände des Oktoberfest zusammen und haben die Menge im Blick.
Polizisten stehen auf dem Gelände des Oktoberfest zusammen und haben die Menge im Blick.  © Matthias Schrader/AP/dpa

28. September, 19.45 Uhr: Söder und Krause lösen Olympia-Wette in Wiesn-Achterbahn ein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne) sind nach dem Sieg Münchens im nationalen Olympia-Auswahlverfahren gemeinsam in die Achterbahn gestiegen.

Die beiden Politiker lösten ihren Wetteinsatz im "Olympia Looping" am Montag ein. Am Samstag setzte sich die bayerische Landeshauptstadt im Duell mit Köln-Rhein-Ruhr durch. Nach der Fahrt machte Söder den Daumen nach oben und erhielt ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Pro-Olympia". "Kein Problem", sagte Ministerpräsident Söder. "Aber einmal reicht."

Ob die Achterbahnfahrt die Freundschaft zwischen dem CSU- und dem Grünen-Politiker gestärkt habe, wurden beide gefragt. "Sie hat sie zumindest nicht geschwächt", meinte Söder.

Oberbürgermeister Krause (36) entgegnete: "Wenn man gemeinsam was durchlebt, dann schweißt das zusammen. Und die Olympia-Bewerbung war das ja mal vor allem auch schon."

Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne) fuhren gemeinsam im "Olympia Looping".
Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne) fuhren gemeinsam im "Olympia Looping".  © Sven Hoppe/dpa

28. September, 14.24 Uhr: Streit im Zelt eskaliert, Attacke mit Besteckmesser

Bei einem Streit in einem Zelt ist ein 32-jähriger britischer Wiesnbesucher mit einem Besteckmesser attackiert und verletzt worden. Zuvor hatte ein 24-jähriger Mann aus dem Saarland laut Polizei eine Frauengruppe belästigt und versucht, eine von ihnen zu schubsen. 

Als der Tourist dazwischenging, sei es zu einem Handgemenge gekommen. Der Tatverdächtige griff demnach zu einem sogenannten Hendlmesser und fügte dem 32-Jährigen eine Schnittwunde am Unterarm zu, die Sanitäter vor Ort nähen mussten. Polizisten nahmen den Mann am Sonntag vorläufig fest und ordneten eine Blutentnahme an.

Nach einem vorübergehenden Gewahrsam wurde er laut Polizeisprecher mittlerweile wieder entlassen. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

28. September, 12.15 Uhr: Safe-Space für Frauen: Mehr Fälle von Gewalt

Bei der Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" haben sich in der ersten Wiesn-Woche 185 Hilfesuchende an den Safe Space gewandt. Das waren etwas weniger Fälle als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (197).

Zugleich verzeichneten die Organisatorinnen einen deutlichen Anstieg bei den Fällen von Gewalt: In 19 Fällen suchten Wiesn-Besucherinnen Hilfe, nachdem sie auf dem Festgelände sexualisierte oder körperliche Gewalt erfahren hatten. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 12 Fälle.

Diesen Anstieg beobachte das Team der "Sicheren Wiesn" mit Besorgnis. Besonders die Fälle körperlicher Gewalt seien teils sehr massiv gewesen, erläuterten die Organisatorinnen, ohne Details zu nennen. Die Polizei hatte zuvor von 32 angezeigten Sexualdelikten in der ersten Wiesn-Woche berichtet, die Zahl lag auf dem Niveau der Vorjahre. 

38 Prozent der Hilfesuchenden (67 Menschen), stammten aus München oder Umgebung. Aus dem Ausland kamen 37 Prozent (65 Menschen). Die übrigen Besucherinnen stammten aus anderen Teilen Deutschlands.

Dieser Flyer vom Oktoberfest enthält Hinweisen zu einem Safe-Space für Mädchen und Frauen auf dem Festgelände.
Dieser Flyer vom Oktoberfest enthält Hinweisen zu einem Safe-Space für Mädchen und Frauen auf dem Festgelände.  © Leonie Asendorpf/dpa

26. September, 11.30 Uhr: Gedenken an die Opfer des Oktoberfest-Attentats von 1980

46 Jahre liegt das Oktoberfest-Attentat zurück, doch die Folgen sind bis heute spürbar. Am 26. September 1980 explodierte am Haupteingang des Oktoberfests eine Bombe. Zwölf Menschen starben, rund 200 wurden verletzt. Am Morgen wurde der Opfer in München gedacht.

Beim diesjährigen Gedenken standen auch die Helfer von damals im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), der wegen der Entscheidung über die Olympia-Bewerbung nicht am Gedenken teilnahm, hatte beim Einzug aufs Festgelände am Eröffnungstag ein kurzes Gedenken eingelegt.

Jahrzehntelang wurde der rechtsextreme Hintergrund des Anschlags verdrängt. Erst neue Ermittlungen führten zur Neubewertung als rechtsextremistisch motivierte Tat.

Zum Jahrestag nahm erstmals Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Gedenken teil: "Wegschauen ist nicht mehr erlaubt."

Mona Fuchs, Münchens zweite Bürgermeisterin, hält bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats.
Mona Fuchs, Münchens zweite Bürgermeisterin, hält bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats.  © Felix Hörhager/dpa

25. September, 14.28 Uhr: Impf-Ampulle statt Maß: Hunderte beim Impfen auf der Wiesn

München - Laut eines Sprechers der Aicher-Ambulanz herrsche auf der Wiesn "großer Andrang" auf das Impfangebot gegen Influenza beziehungsweise Covid-19.

Mehrere Hundert Personen hätten sich bereits auf der Wiesn-Sanitätswache eine Impfung verpassen lassen. Nach etwa 14 Tagen hat diese dann ihren maximal möglichen Schutz im Körper entwickelt.

Montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 14 Uhr kann man sich – mit Impfpass und Krankenkassenkarte – eine der beiden Impfungen (oder auch alle zwei) abholen. Das Ganze läuft im Rahmen der stadtweiten Initiative "München impft".

Damit sollen schwere Krankheitsverläufe verhindert werden – vor allem, wenn man entsprechend anfällig ist. Nicht einmal jeder Dritte, dem eine Impfung empfohlen wird, sei beispielsweise gegen Influenza geschützt. Aber Achtung: Alkoholkonsum und körperliche Anstrengung sind nach der Spritze nicht mehr erlaubt.

Statt literweise Alkohol wollen viele nur eine schützende Ampulle: Viele der Impfwilligen gingen laut Angaben gar nicht auf die Wiesn, sondern schauten nur rasch zum Impfen vorbei.
Statt literweise Alkohol wollen viele nur eine schützende Ampulle: Viele der Impfwilligen gingen laut Angaben gar nicht auf die Wiesn, sondern schauten nur rasch zum Impfen vorbei.  © Matthias Balk/dpa

25. September, 11.41 Uhr: Mann nach Upskirting festgenommen

Ein 39-jähriger Italiener wurde am Donnerstag festgenommen, weil er einer 34-jährigen Norwegerin unter das Dirndl fotografiert hat.

Wie die Münchner Polizei mitteilte, hatte ein Taschendiebfahnder gegen 17.10 Uhr bemerkt, wie der 39-Jährige von der Frau unbemerkt Fotos anfertigte, als sie sich vor dem Biergarten eines Festzelts hingehockt hatte. Polizisten nahmen den Mann fest und stellten sein Handy sicher. Der italienische Tourist wurde wegen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt.

Er musste einen vierstelligen Sicherheitsbetrag zahlen und durfte dann die Wiesnwache wieder verlassen. Die Ermittlungen laufen.

Nach einem Fall von Upskirting war die Polizei schnell zur Stelle und nahm den Mann vorläufig fest. (Symbolbild)
Nach einem Fall von Upskirting war die Polizei schnell zur Stelle und nahm den Mann vorläufig fest. (Symbolbild)  © Felix Hörhager/dpa

25. September, 6.18 Uhr: München stellt 200 Oktoberfest-Lizenzen für Influencer aus

Cathy Hummels (38) ist lizenziert auf der Wiesn unterwegs.
Cathy Hummels (38) ist lizenziert auf der Wiesn unterwegs.  © Felix Hörhager/dpa

Die Stadt hat hunderte Oktoberfest-Lizenzen für Influencer vergeben - und noch viel mehr Anfragen bekommen.

"Nach dem ersten Wochenende lagen etwa 300 Anfragen vor, von denen bisher rund 200 zu Lizenzvereinbarungen geführt haben", sagte eine Sprecherin des städtischen Wirtschaftsreferates auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

In welchem Kostenrahmen sich diese Lizenzen bewegen, sagte sie nicht, weil "die Landeshauptstadt München bei Verträgen mit Dritten keine konkreten Summen nennt". Es gebe auch eine "Bagatellgrenze" für den Fall, dass ein Wiesn-Post finanziell nicht sonderlich viel abwirft. 

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"Basis der Lizenzkosten sind immer die Einnahmen, die mit dem Posting generiert werden. Die genaue Berechnung hängt dann von verschiedenen Parametern ab, wie der Reichweite oder die Art der Monetarisierung auf einer Plattform."

Sich frühzeitig darum zu kümmern, kann sich für diejenigen, die ihr Geld mit Instagram und Co. verdienen, lohnen - denn: "Vorab nicht lizenzierter Content muss nachlizenziert werden und wird aufgrund des höheren Aufwands teurer." Die Einnahmen fließen dann direkt wieder in die Finanzierung der Wiesn.

Titelfoto: Matthias Schrader/AP/dpa

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