Oktoberfest in München: "I'll be back" - Schwarzenegger dirigiert im Marstall

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München - Für rund 2,5 Wochen heißt es wieder "O'zapft is!". Bis zum 4. Oktober werden beim Oktoberfest in München wieder Millionen Besucher auf der Theresienwiese erwartet.

Großer Besucher-Andrang herrschte gleich an den ersten Tagen auf dem Münchner Oktoberfest.
Großer Besucher-Andrang herrschte gleich an den ersten Tagen auf dem Münchner Oktoberfest.  © Felix Hörhager/dpa

Es wird getrunken, geschunkelt und geflirtet, was das Zeug hält.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Auf dem Oktoberfest passieren ebenso Unfälle, Diebstähle, Belästigung und Skandale.

Mit unserem Liveticker zum Oktoberfest bleibt Ihr auf dem Laufenden.

23. Oktober, 7 Uhr: Kellnerinnen retten Wiesnbesucher

Zwei Kellnerinnen haben einen Besucher auf dem Oktoberfest wiederbelebt. Der 78-Jährige war am Dienstag im Biergarten eines Festzeltes nach Angaben des Rettungsdienstes zusammengebrochen. Sofort verständigten die Frauen den Notruf und begannen mit einer Herzdruckmassage. Gleichzeitig schirmten Schankkellner den Notfallort mit Decken ab.

Der Rettungsdienst übernahm anschließend die Versorgung. Dank der frühen Herzdruckmassage durch die Bedienungen und der Zusammenarbeit mit den Rettungskräften habe man den 78-Jährigen nach zehn Minuten wiederbeleben können. Er wurde anschließend in eine Münchner Klinik gebracht.

"Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage", sagte ein beteiligter Arzt laut Mitteilung.

23. September, 6.40 Uhr: Arnold Schwarzenegger auf dem Oktoberfest

Arnold Schwarzenegger (79) dirigiert im Marstall-Zelt.
Arnold Schwarzenegger (79) dirigiert im Marstall-Zelt.  © Felix Hörhager/dpa

Ganz nach dem Motto "I'll be back" hat Actionheld Arnold Schwarzenegger (79) auf dem Münchner Oktoberfest wieder den Takt angegeben.

Bei seinem Besuch mit seiner Lebensgefährtin Heather Milligan im Marstall-Festzelt dirigierte der prominente Besuch aus Amerika am Dienstagabend die Band und die singende Menge – eine zur Tradition gewordene Aktion des Hollywood-Stars. 

Es war nämlich nicht der erste Besuch des gebürtigen Österreichers auf dem größten Volksfest der Welt. Getreu seinem Motto übernimmt der "Terminator" dabei schon seit Jahren den Dirigentenstab.

Hilflos und kopfüber! Wiesn-Gäste hängen in Fahrgeschäft fest
Oktoberfest Hilflos und kopfüber! Wiesn-Gäste hängen in Fahrgeschäft fest

Auch im vergangenen Jahr hatte der vielmalige Wiesn-Gast den Taktstock im Marstall-Zelt geschwungen.

Marstall-Wirt Siegfried Able (l.) mit seinem hohen Besuch: Heather Milligan (51) und Arnold Schwarzenegger (79).
Marstall-Wirt Siegfried Able (l.) mit seinem hohen Besuch: Heather Milligan (51) und Arnold Schwarzenegger (79).  © Felix Hörhager/dpa

23. September, 6 Uhr: Schausteller macht Scheunen-Fund zum Denkmal

Toni Schleifer, Schausteller, steht auf der "Oidn Wiesn" an seinem historischen Fahrgeschäft (Baujahr 1939) "Fahrt ins Paradies".
Toni Schleifer, Schausteller, steht auf der "Oidn Wiesn" an seinem historischen Fahrgeschäft (Baujahr 1939) "Fahrt ins Paradies".  © Sven Hoppe/dpa

Das Karussell "Fahrt ins Paradies" auf der Oidn Wiesn ist vor allem für Nostalgiker etwas Besonderes. Das liegt nicht nur an seinem stattlichen Alter von fast 90 Jahren.

Schon seit 2010 dreht das Karussell auf der Oidn Wiesn seine Runden - dank der Hingabe von Toni Schleifer (57) und seiner Familie. Gebaut wurde sein Karussell im Jahr 1939 von der Firma Friedrich Heyn aus Neustadt an der Orla.

Noch heute erinnert sich der Schausteller gerne an den Tag zurück, als er im Jahr 2003 über Umwege auf das Fahrgeschäft aufmerksam wurde. Den Scheunenfund habe er damals vom Sohn des verstorbenen Erstbesitzers erworben. "Wie wir das Ding gefunden haben, war mir ja nicht klar, was das ist. So was habe ich vorher in meinem Leben noch nie gesehen". In den folgenden sieben Jahren restaurierte er das Karussell dann liebevoll.

Um die "Fahrt ins Paradies" auch heute so authentisch wie möglich zu gestalten, legt Schleifer unterdessen Platten auf, die aus seiner eigenen Sammlung stammen - vor allem Schlager aus alten Zeiten. Und immer mal wieder gibt der leidenschaftliche Musiker an seinem Fahrgeschäft auch eine Einlage auf dem Saxofon zum Besten.

Seit 2025 steht die "Fahrt ins Paradies", die bis heute im originalen Auslieferungszustand ist, auf Initiative des Schaustellers unter Denkmalschutz.

22. September, 15.34 Uhr: Thomas Gottschalk nach Krebs-Erkrankung wieder auf der Wiesn: "Mir geht es jeden Tag besser"

Nach seiner schweren Krebserkrankung hat sich TV-Legende Thomas Gottschalk (76) gemeinsam mit seiner Ehefrau Karina auf dem Oktoberfest gezeigt. Im Käfer-Zelt sprach der 76-Jährige am Dienstag mit der "Bild" über seinen Gesundheitszustand und den Besuch auf der Wiesn.

"Die Wiesn ist natürlich für uns immer ein großes Thema", sagte Gottschalk. Zuletzt hätten die beiden allerdings "alle möglichen Einladungen ausgeschlagen". Für seinen Anwalt machten sie nun jedoch eine Ausnahme.

Wie es ihm gesundheitlich geht? "Mir geht es jeden Tag besser, ausgezeichnet sogar", erklärte Gottschalk. Auch Ehefrau Karina äußerte sich zu seiner Erkrankung. "Der Krebs ist erst mal besiegt", sagte sie. Gleichzeitig wisse man, dass die Krankheit nach einigen Jahren zurückkehren könne. Deshalb werde das Paar Gottschalks Gesundheitszustand weiterhin genau im Blick behalten.

Karina Gottschalk zeigte sich "total stolz" auf ihren Mann. Er habe während seiner Erkrankung viel Energie gezeigt und sich "wirklich strebermäßig reingehängt". Gottschalk gab das Kompliment zurück: "Ich bin noch stolzer auf Karina als sie auf mich." Für ihre Zukunft wünschen sich beide vor allem eines: "Wir wollen einfach nur glücklich und gesund leben."

Thomas Gottschalk (76) feiert mit seiner Karina auf der Wiesn.
Thomas Gottschalk (76) feiert mit seiner Karina auf der Wiesn.  © Felix Hörhager/dpa

22. September, 8.50 Uhr: Model Lottie Moss leistet sich Fehltritt beim Almauftrieb im Käfer

Lottie Moss (28), die Halbschwester von Supermodel Kate Moss (52), hat einen Dirndl-Fauxpas geleistet. Beim "Almauftrieb", dem Promi-Event im Käfer-Festzelt, trug sie die Schleife ihrer Schürze hinten - da bedeutet, dass die Witwe ist.

Darauf angesprochen, regiert das Model geschockt: "Oh mein Gott, auf keinen Fall", so die 28-Jährige entsetzt zur "Bild"-Zeitung. Ihr Freund Themy Kalaitzis war beim Event mit dabei und entsprechend wohlauf.

Schnell war das Missgeschick behoben. Lottie trägt die Schleife rechts, denn sie ist vergeben.

Lottie Moss (28) kannte sich mit der Schleifen-Symbolik beim Dirndl nicht aus.
Lottie Moss (28) kannte sich mit der Schleifen-Symbolik beim Dirndl nicht aus.  © Felix Hörhager/dpa

22. September, 6.30 Uhr: Tödlicher Unfall an Fahrgeschäft

Ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts ist nach einem Unfall an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Zu den genauen Umständen des Betriebsunfalls am Montagabend werde noch ermittelt, teilte die Polizei in der Nacht mit. Fahrgäste seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Ein Kriseninterventionsteam betreute Augenzeugen des Unfalls.

Zu dem Vorfall war es nach Polizeiangaben an einem Free-Fall-Turm gekommen, wo Fahrgäste aus großer Höhe mit einer Gondel rasant in die Tiefe rauschen.

Einsatzkräfte stehen am Unfallort auf dem Oktoberfestgelände.
Einsatzkräfte stehen am Unfallort auf dem Oktoberfestgelände.  © Felix Hörhager/dpa

21. September, 18.14 Uhr: Münchens OB Krause auf der Wiesn: "Am Alkohol lag es nicht"

Nach seinem ersten Wiesn-Anstich musste Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36) am Sonntag überraschend eine Pause einlegen. Der Grund: Kreislaufprobleme.

Inzwischen ist er wieder fit – und verrät, was hinter seinem kurzen Ausfall gesteckt haben könnte.

Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU, l.) stößt mit Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grünen) an.
Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU, l.) stößt mit Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grünen) an.  © Sven Hoppe/dpa

21. September, 13.48 Uhr: Polizei ermittelt wegen Drohnenflugs über der Wiesn

Die Polizei ermittelt gegen einen 37-Jährigen, der eine Drohne verbotenerweise und stark betrunken über das Wiesn-Gelände in München gesteuert hat. 

Die Drohne wurde am Sonntagabend über dem Oktoberfest bemerkt, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf hätten Beamte in der Nähe den 37-jährigen Piloten angetroffen, während die Drohne noch in der Luft gewesen sei. Laut Polizei hatte der Mann einen Alkoholwert von zwei Promille. Die Drohne wurde sichergestellt. 

Gegen den 37-Jährigen wird jetzt wegen mehrerer Verstöße ermittelt: Er habe nicht die nötigen Kompetenzen nachweisen können, um die Drohne führen zu dürfen, außerdem sei die Drohne nicht registriert gewesen. Auch darf der Pilot einer Drohne nicht alkoholisiert sein. Laut Polizei flog die Drohne zudem über der Wiesn im Luftbeschränkungsgebiet. 

Bei dem verbotenen Drohnenflug wurden laut Polizei keine Personen verletzt oder Gegenstände beschädigt.

Mit einer Drohne verschaffte sich ein Mann einen Überblick über das Wiesngelände. Das hat nun Konsequenzen.
Mit einer Drohne verschaffte sich ein Mann einen Überblick über das Wiesngelände. Das hat nun Konsequenzen.  © Felix Hörhager/dpa

21. September, 13.34 Uhr: Drohung per Wiesn-Stream? Ermittlungen gegen 22-Jährigen

Ein 22-Jähriger soll in einem TikTok-Livestream auf dem Oktoberfest eine Drohung gegen das Fest geäußert haben. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte jemand die Beamten über den Livestream und eine mögliche Drohung darin.

Kurz darauf konnte der 22-Jährige am Münchner Hauptbahnhof festgenommen werden. Die Beamten werteten den privaten TikTok-Livestream aus und kamen laut Polizei zu dem Schluss, dass keine ernstzunehmende Bedrohung bestehe.

Es sei auch nicht klar, ob überhaupt Drohungen geäußert wurden. Der 22-Jährige wurde daraufhin laut Polizei wieder entlassen. 

Im Laufe der Ermittlungen werden nun entschieden, ob es zu einem Strafverfahren gegen den 22-Jährigen kommt. In jedem Fall wird gegen ihn ermittelt, da es nach der Oktoberfestverordnung verboten ist, von der Theresienwiese während des Fests zu streamen.

21. September, 12.54 Uhr: Breznverkäufer hat plötzlich Arm-Probleme, dann wird es lebensgefährlich

Ein Mitarbeiter auf dem Oktoberfest hat es womöglich seinem Job als Breznverkäufer zu verdanken, dass sein Leben gerettet wurde.

Wie die Aicher Ambulanz mitteilte, fiel dem 47-Jährigen am Sonntagabend das Schieben seines Breznwagens plötzlich sehr schwer. Seine Arme funktionierten offenbar nicht mehr so gut. Er stellte sich deshalb 15 Minuten nach Auftreten der Symptome bei der wenige Meter entfernten Oktoberfest-Sanitätswache vor.

Da seine Arme aber völlig in Ordnung zu sein schienen, fiel der Verdacht der Sanitäter schnell auf ein kardiologisches Problem. Die Einsatzkräfte verlegten den 47-Jährigen sofort in den Akutraum, wo er von einem Notarzt kardiologisch untersucht wurde.

"Dank modernster Medizintechnik konnte ein lehrbuchartiger Herzinfarkt festgestellt werden", so die Aicher Ambulanz. So konnten umgehend Maßnahmen eingeleitet und der Mann in eine Münchner Klinik zur weiteren Behandlung gebracht werden.

"Die schnelle Behandlungskette rettete dem Breznverkäufer vielleicht das Leben und er geht im Idealfall ohne Schaden am Herzmuskel nach Hause", erklärt Wiesn-Notarzt Olli.

Die Sanitätswache der Aicher Ambulanz Union ist so ausgerüstet, dass auch kardiologische Probleme schnell untersucht werden können.
Die Sanitätswache der Aicher Ambulanz Union ist so ausgerüstet, dass auch kardiologische Probleme schnell untersucht werden können.  © Aicher Ambulanz Union

21. September, 7.24 Uhr: "Bier, Boobs, Breezn" - ein lesbisches Wiesn-Event

"Wo sind eigentlich die lesbischen Frauen?", wollte Sina Scherer in Bezug auf das Oktoberfest wissen. Sie ist die Veranstalterin von "Bier, Boobs, Brezn", einem Event, das auf den Gay Sunday folgt, den sogenannten Rosa Sonntag, der traditionell von schwulen Männern dominiert wird.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel: "Bier Boobs, Brezn": Ein lesbisches Wiesn-Event direkt nach dem Gay Sunday.

Sina Scherer (l.) und Silke Völling sind die Veranstalterinnen des Fests für queere Frauen.
Sina Scherer (l.) und Silke Völling sind die Veranstalterinnen des Fests für queere Frauen.  © Lucas Caspari/dpa

Das Oktoberfest in München läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober. Der historische Besucherrekord geht auf das Jahr 2023 zurück, wo bis zu 7,2 Millionen Besucher auf das größte Volksfest der Welt strömten.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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