Wiesn-Guide: Anfahrt, Bierpreise, Reservierungen - Was Besucher zum Oktoberfest wissen müssen

Von Sabine Dobel

München - Countdown zum 191. Oktoberfest: Am nächsten Samstag heißt es in München wieder "O'zapft is". Zeit, sich Gedanken über einen Wiesn-Besuch zu machen. In welchem Zelt lässt es sich am besten feiern? Wie schmeckt das Wiesn-Bier? Wie steht es um die Sicherheit? Fragen und Antworten rund um das wohl größte Volksfest der Welt. 

Das 191. Oktoberfest startet in wenigen Tagen.  © Sven Hoppe/dpa

Anfahrt zur Wiesn: mit dem Auto ein No-Go. Rund um das Gelände sind die Straßen gesperrt. Parkplätze gibt es nicht.

Deshalb: S-Bahn Hackerbrücke, U-Bahn Goetheplatz und Poccistrasse, oder vom Hauptbahnhof Bodenmarkierungen und Schildern folgen. Der Eintritt zum großen Wiesn-Gelände ist frei. Wer die traditionellere Oide Wiesn im Südteil des Festgeländes besuchen will, muss ein Ticket (vier Euro) kaufen. Dafür kosten die nostalgischen Fahrgeschäfte dort nur 1,50 Euro. 

Doch wie reserviert man auf der Wiesn einen Tisch? Jetzt wohl gar nicht mehr. In den Zelten sind die Tische vor allem für Abende und Wochenenden schon seit dem Frühjahr ausgebucht. "Münchner Freunde anrufen, ob sie Anfang September noch schnell einen Tisch reservieren können - das ist ziemlich aussichtslos", sagt Wiesnbuch-Autor Christian Rupprecht. 

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Wer sehr viel Glück hat, kann kurzfristig jemanden finden, der seine Reservierung nicht wahrnehmen kann und sie deshalb auf dem offiziellen Online-Portal der Stadt zum Originalpreis verkauft.

Dabei werden im Wesentlichen nur die Kosten für Verzehrgutscheine fällig. Keine gute Idee ist es, Hunderte oder gar Tausende Euro bei Zweitanbietern auszugeben. Da stehen gutgläubige Käufer unter Umständen am Ende ohne gültige Reservierung da, denn der Weiterverkauf auf diesem Weg ist nicht erlaubt. 

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Das Bier wird jedes Jahr teurer.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schottenhamel oder Käfer-Zelt, Hofbräu oder Augustiner?

14 große Zelte gibt es auf der Wiesn, dazu kommen kleinere und die auf der Oidn Wiesn. Doch jedes hat seinen eigenen Charakter. Autor Rupprecht nennt sie "ganz viele verschiedene Biotope".

Vom gemütlichen Augustiner-Zelt über die Party-Hotspots Schottenhamel und Paulaner bis zum Luxus im Käfer und dem internationalen Hofbräu-Zelt: "Das sind unterschiedliche Universen eigentlich."

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Wo feiern die Promis?

Die traditionelle Antwort ist: im Käfer-Zelt. Hier gibt es den berüchtigten Almauftrieb am ersten Wiesn-Sonntag mit Stammgästen wie Scooter-Frontmann HP Baxxter (62), Oliver Pocher (48) oder Becker-Tochter Anna Ermakova (26). Dort feiert der FC Bayern regelmäßig am Sonntag nach einem Bundesliga-Heimspiel.

Und Ex-Spielerfrau Cathy Hummels (38) lässt dort ihren Wiesn-Bummel ausklingen. Teils waren auch die Kaulitz-Zwillinge Bill und Tom (37) dort immer wieder zu sehen - Tom im vergangenen Jahr auch mit seiner Frau Heidi Klum. 

Die Promis feiern jedes Jahr fleißig auf der Wiesn.  © Felix Hörhager/dpa

Beim Anstich im Schottenhamel sind meistens Schlager-Größen wie Florian Silbereisen und Carolin Reiber dabei, im Schützenfestzelt feiert Regine Sixt ihre Damen-Wiesn mit ausschließlich weiblicher Prominenz.

Und Arnold Schwarzenegger feiert am liebsten im Marstall. Dort soll dieses Jahr sein Schauspiel-Kollege Ralf Moeller das erste Fass anstechen. 

Was sind die absoluten No-Gos und wie teuer ist das Bier?

Wer im Bierzelt auf den Tisch steigt und tanzt, fliegt raus. Auf den Bänken darf dagegen gefeiert werden – und das teils ordentlich.

Vorsicht gilt auch am "Kotzhügel" hinter den Zelten auf der Westseite der Theresienwiese. Die Wiese mag nach der fünften Maß verlockend wirken, doch der Name kommt nicht von ungefähr.

Teurer wird das Festbier: Eine Maß kostet zwischen 14,80 und 15,90 Euro – im Schnitt 2,38 Prozent mehr als im Vorjahr. Zur Auswahl stehen sechs Wiesnbiere: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Mit rund sechs Prozent Alkohol ist das Bier zudem stärker als normales Helles

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