Illegale AfD-Parteispenden: Alice Weidel kauft Facebook-Likes!

Bodensee - Jetzt ist es raus! AfD-Politikerin Alice Weidel nutzte illegale Parteispenden aus der Schweiz (TAG24 berichtete) um sich Facebook-Likes zu kaufen.

130.000 Euro gingen von einer Schweizer Pharmafirma an Alice Weidels AfD-Kreisverband. (Fotomontage)
130.000 Euro gingen von einer Schweizer Pharmafirma an Alice Weidels AfD-Kreisverband. (Fotomontage)  © DPA

Außerdem finanzierte sie sich dadurch einen Medienanwalt, wie die FAZ berichtet. Diesen nutzte sie, um gegen Journalisten vorzugehen.

Der Anwalt schickte zunächst seine Rechnungen an die Bundesgeschäftsstelle der AfD.

Von dort aus wurden diese mit dem Einverständnis Weidels an den Kreisverband am Bodensee weitergeleitet, die Bescheid wussten, mit welchem Geld die Rechnungen beglichen werden sollen: Nämlich mit Parteispenden aus der Schweiz!

Problematisch an der Sache ist, dass Parteispenden von Nicht-EU-Bürgern illegal sind.

Um die Rechnungen des Anwalts zu bezahlen, wurde ein Unterkonto verwendet, auf dem sich 100.000 Euro aus der Schweiz befanden. Der Anwalt forderte wohl eine fünfstellige Summe.

Außerdem soll das Geld in ein Social-Media-Team geflossen sein: Aus Parteikreisen heißt es, dass diese drei-bis zehntausend Euro im Monat zur Verfügung hatten. Damit soll das Team unter anderem Facebook-Likes gekauft haben.

Weidels Pressesprecher rechtfertigt die Finanzierung durch das schmutzige Geld mit Unwissen: "Die Kreisschatzmeisterin ist davon ausgegangen, dass die Spende völlig ordnungsgemäß ist." Auch Weidel ging davon aus, stellt er klar.

Im April 2018 ist der AfD nach ihren Angaben dann klar geworden, dass Spenden von Nicht-EU-Bürgern illegal sind und hat das Geld zurücküberwiesen.

Wie das bereits verwendete Geld ersetzt wurde, ist unklar. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass nun weitere legale Spenden für die erkauften Facebook-Likes und den Medienanwalt drauf gingen.

Die illegalen Parteispenden gingen für Facebook-Likes drauf. (Symbolbild/Fotomontage)
Die illegalen Parteispenden gingen für Facebook-Likes drauf. (Symbolbild/Fotomontage)  © DPA

Titelfoto: DPA

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