Bodybuilder "Jil" bricht sein Schweigen: "Ich war dem Tod wirklich nah"

Hamburg - Jens "Jil" Illgner ist ein Muskelprotz und ein Social-Media-Phänomen - mit seinem Bodybuilding-Programm "Road to Glory" unterhält er 1,2 Millionen Fans auf Facebook, hat 178.000 Follower bei Instagram und gut 130.000 Zuschauer verfolgen seinen YouTube-Kanal.

Auf den Kanälen von Jens Illgner stehen Muskeln immer im Vordergrund.
Auf den Kanälen von Jens Illgner stehen Muskeln immer im Vordergrund.

Seine Transformation ist aber auch unglaublich: Mit 16 entdeckte er erstmals seine Leidenschaft fürs Muskeltraining, steckte dann immer mehr Zeit und Kraft in seinen Traumkörper. Zuletzt entwickelte er ein Online-Trainingsprogramm, mit dem er auch anderen den Weg zum Sixpack ebnen will.

Auf seiner Website klingt der Trick dahinter ganz einfach. Das richtige Sportprogramm, Ernährungsumstellung, Disziplin. Aber dem 33-jährigen Vater selbst hat das wohl nicht gereicht.

In einem Interview mit der Bild-Zeitung erklärte der Hamburger jetzt, was wirklich hinter seinen definierten Muskeln steckt: "Ich habe 3,5 Jahre am Stück 'gestofft'", gibt er zu. Mit anderen Worten: Jens Illgner nahm auch illegale Anabolika und Steroide zu sich und spritze sich das Sexualhormon Testosteron, um möglichst schnell möglichst viele Muskeln aufzubauen.

Ein Fehler, den er fast mit dem Leben bezahlte. Denn nicht nur seine Psyche veränderte sich durch die künstlichen Hormone, sein Körperfettanteil fiel zudem auf lebensgefährliche drei Prozent, heißt es in dem Interview weiter. "Da war ich dem Tod wirklich nah." Zum Vergleich: Bei Männern in dem Alter gilt ein Körperfettanteil von 8 bis 20 Prozent als "normal".

Seinen Entzug können Fans nun schon seit ein paar Monaten auf YouTube verfolgen: Auch hier spricht Jil ganz offen und emotional über die Zeit, in der er künstlich nachhalf.

Heute gibt er neben Ratschlägen zur richtigen Ernährung auch Tipps, um den Drogen fernzubleiben. Denn er weiß, wovon er spricht: "Ich kann euch sagen, ich habe mit fast allen Sachen Erfahrung gesammelt." In der Video-Reihe "Jil goes Natural", zeigt er seinen Weg zurück zum natürlichen Muskelaufbau.

Zwar verzichtet Jens Illgner inzwischen auf Drogen, Nachwirkungen spürt er aber bis heute. So produziere sein Körper nun selbst kein Testosteron mehr, er sei auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. Als Influencer will er von jetzt an ein Vorbild für seine Fans sein und ihnen damit die gleichen Fehler ersparen.