Prozess zu Mord in Aue: Bruder eines Angeklagten leidet unter Tat

Chemnitz - Fast neun Monate nach dem grausamen Tod eines jungen Mannes in Aue leidet der Bruder eines der Angeklagten nach eigener Aussage unter der Tat.

Der 27-jährige Angeklagte Terenc H. hatte zum Prozessauftakt eine Tatbeteiligung bestritten.
Der 27-jährige Angeklagte Terenc H. hatte zum Prozessauftakt eine Tatbeteiligung bestritten.  © Harry Härtel/Haertelpress

Obwohl er nichts damit zu tun habe, werde er als Mörder bezeichnet, wenn er durch die Stadt laufe, sagte der 23-Jährige am Montag im Mordprozess am Landgericht Chemnitz.

Seinem vier Jahre älteren Bruder sprach er eine Mitschuld an dem Verbrechen zu. "Ich weiß nicht, ob er Täter war, Mittäter war. Auf jeden Fall spielt er eine tragende Rolle", sagte der Zeuge vor Gericht.

Seit dem 5. Dezember müssen sich drei 22 bis 27 Jahre alten Deutschen (Stephan H., 22, Jens H., 22 und Terenc H., 27) vor der Schwurgerichtskammer wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Das Trio soll am 17. April 2018 in Aue einen 27-Jährigen getötet haben und dabei mit äußerster Brutalität vorgegangen sein.

Das Opfer, ebenfalls ein Deutscher, erlitt schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen und starb an einer Hirnstammprellung und -zertrümmerung.

Der 27-jährige Angeklagte Terenc H. hatte zum Prozessauftakt eine Tatbeteiligung bestritten. Die anderen beiden Angeklagten schweigen bislang vor Gericht. Der Prozess wird am 24. Januar mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt.

Ein Handy-Foto, das der mutmaßliche Killer geschossen hat - und das fassungslos macht: Christopher W. liegt tot in der Grube.
Ein Handy-Foto, das der mutmaßliche Killer geschossen hat - und das fassungslos macht: Christopher W. liegt tot in der Grube.  © privat
Die Staatsanwaltschaft wirft Jens H. und den beiden Mitangeklagten vor, im Frühjahr einen Bekannten brutal umgebracht zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft Jens H. und den beiden Mitangeklagten vor, im Frühjahr einen Bekannten brutal umgebracht zu haben.  © Harry Härtel/Haertelpress
Stephan H. vor dem Landgericht Chemnitz.
Stephan H. vor dem Landgericht Chemnitz.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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