CFC-Coach Glöckner: Das machte er vor seiner Trainer-Karriere

Chemnitz - Beim CFC wird ab heute agiert, nicht reagiert! Am Dienstag um 10 Uhr startet die Mannschaft in die neue Trainingswoche. Erstmals wird sie dann von Trainer Patrick Glöckner die Kommandos erhalten.

Patrick Glöckner in seinem neuen Reich - mit dem CFC will er schnellstmöglich Erfolge feiern.
Patrick Glöckner in seinem neuen Reich - mit dem CFC will er schnellstmöglich Erfolge feiern.  © Picture Point/Roger Petzsche

Montagmittag stellte sich der am Vortag verpflichtete Fußball-Lehrer erstmals den Fragen der Medienvertreter. Glöckner wirkte hochmotiviert, kommunikativ, sympatisch.

Auf einer Sympathiewelle mit Glöckner lagen auch die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH, die letztendlich über den Trainerwechsel zu entscheiden hatten. "Wir haben uns vor eineinhalb Wochen das erste Mal getroffen. Er hat uns mit seinen Ideen und seiner Philosophie, wie er die Mannschaft spielen lassen will, sofort überzeugt.

Wir wollen agieren, nicht reagieren", erklärte CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand und ergänzte: "Und er ist ein Typ, sehr authentisch. Uns Gesellschaftern war schnell klar, dass das unser neuer Trainer werden soll."

Namen kursierten seit dem Rückzug von Chefcoach David Bergner am 4. September viele. Dass es am Ende Glöckner wurde, lag auch an Michael Ballack. Hildebrand: "Er ist eine Vereins-Ikone. Wenn Ballack etwas sagt, dann hört ganz Chemnitz drauf! Sein Rat hat Gewicht, den mussten wir befolgen."

Am 5. Juni 2013 lief Patrick Glöckner (l.) beim Abschiedsspiel für Michael Ballack (r.) in Leipzig auf. Jetzt bleibt der Fußball-Lehrer für längere Zeit in Sachsen.
Am 5. Juni 2013 lief Patrick Glöckner (l.) beim Abschiedsspiel für Michael Ballack (r.) in Leipzig auf. Jetzt bleibt der Fußball-Lehrer für längere Zeit in Sachsen.  © picture point/Sven Sonntag

Glöckner und Ballack lernten sich vor über 20 Jahren in der Rehaklinik in Donaustauf kennen. "Ich habe damals bei Eintracht Frankfurt gespielt, er beim 1. FC Kaiserslautern. Seitdem sind wir eng befreundet und im ständigen Austausch. Es war mir schon wichtig, was er sagt. Den i-Punkt haben dann die Verantwortlichen beim CFC gesetzt", so Glöckner.

Auch über seine Vergangenheit als Parfüm-Model verlor der Vater einer Tochter ein paar Sätze: "Das ist schon ewig her. Ich bin seit über zehn Jahren Trainer, habe mit dieser Branche nichts mehr zu tun. Für ein Produkt abgelichtet zu werden, das machen inzwischen viele Profis. Sie haben Werbeverträge. So war das damals auch bei mir."

Für den heutigen Tag hat Glöckner zwei Einheiten angesetzt. Er sieht beim CFC ein "Mega-Potenzial. Die Spieler haben Mentalität, eine sehr gute Physis, sie arbeiten als Team - das sind die Grundtugenden, die du brauchst, um erfolgreich zu sein."

Patrick Glöckner arbeitete in jüngeren Jahren als Parfüm-Model.
Patrick Glöckner arbeitete in jüngeren Jahren als Parfüm-Model.  © imago/Herbert Bucco

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