Nach Zwangsgeld-Drohung: Neue Hoffnung für die Wanderer-Werke!

Chemnitz - Kein Konzept, keine Sanierung, keine Mieter: Die berühmten Wanderer-Werke in Schönau und Siegmar verfallen zusehends. CDU-Stadtrat Alexander Dierks (31) will zumindest einen Eigentümer der beiden Industriedenkmale nun zwingen lassen, sich um das Areal zu kümmern.

An den Wanderer-Werken in der Zwickauer Straße beginnen endlich Sicherungsmaßnahmen.
An den Wanderer-Werken in der Zwickauer Straße beginnen endlich Sicherungsmaßnahmen.  © Kristin Schmidt

Der größte Standort in der Zwickauer Straße steht leer (bis auf ein kleines Lager im Keller). Viele Fenster sind zerstört.

Weil sich der Besitzer aus Berlin nicht um den Erhalt kümmerte, drohte die Stadt nun mit einem Zwangsgeld und ordnete den Verschluss der Dächer sowie aller Fenster- und Türöffnungen an.

Der Druck zeigt offenbar ersten Erfolg: "Bei einem Ortstermin erklärte der Eigentümer, dass die beschädigten Teile des Daches repariert werden," hieß es am gestrigen Montag aus der Stadtverwaltung.

Tatsächlich fuhr am gestrigen Montagvormittag ein Autokran seinen Ausleger für Arbeiten über dem Gebäudedach in der Zwickauer Straße aus.

Ein zweiter Ortstermin, bei dem weitere Maßnahmen besprochen werden sollen, ist noch in dieser Woche geplant.

Schlechter sieht es für das Wanderer-Zweigwerk in der Jagdschänkenstraße aus. Wie Alexander Dierks erfuhr, ist der Fabrikbesitzer pleite. Deshalb prüft die Stadt jetzt, die Sicherung aus eigener Tasche zu bezahlen.

Für den CDU-Stadtrat ist das nicht genug: "Es handelt sich nicht um irgendwelche alten Gebäude. Die Stadt muss auf eine Nutzung dringen und die historischen Fabriken sinnvoll in die Zukunft überführen."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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