Unglaublich, was dieser Vater und seine Tochter erlebt haben

Elisabeth (Seraina Leuenberger) und Faber (Philipp Otto) haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Erst später erfährt er, dass sie seine Tochter ist.
Elisabeth (Seraina Leuenberger) und Faber (Philipp Otto) haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Erst später erfährt er, dass sie seine Tochter ist.  © Theater Chemnitz/ Dieter Wuschanski

Chemnitz – "Homo Faber" ist keine leichte Kost. Bei der Premiere am Samstag im Schauspielhaus (Zieschestraße) löste das Stück von Max Frisch aber wahre Begeisterungsstürme beim Publikum aus.

Der Ingenieur Walter Faber trifft auf einem Flug nach Mexiko auf Herbert, den Bruder eines Freundes. Als das Flugzeug abstürzt, bilden die beiden eine Zwangsgemeinschaft und es beginnt eine zufällige Kette von Ereignissen, die das Leben des strukturierten Faber auf den Kopf stellen.

Das Stück wird getragen von der grandiosen Darstellung der Schauspieler, allen voran Philipp Otto, der als Walter Faber einen bedrückenden Blick auf die Welt und die Menschen liefert und in seiner Nüchternheit philosophisch wird.

Das Gegenstück zu Faber ist Elisabeth, seine Geliebte und wie sich später herausstellt, Tochter. Gespielt wird "Sabeth" von Seraina Leuenberger mit kindlicher Leichtigkeit, die pure Lebensfreude versprüht. Ebenfalls im Gegensatz zu Faber steht Herbert, der durch verschiedene Ereignisse in seinem Leben resigniert wirkt. Gespielt wird er mit wunderbar trockenem Humor von Dirk Glodde.

Die rund 100-minütige Inszenierung (ohne Pause) von Hasko Weber (1993-2001 Schauspieldirektor am Dresdner Theater) besticht durch ihre Einfachheit und ihren feinen Sinn für Humor, der teilweise ins Sarkastische geht. Die Darsteller stehen im Mittelpunkt und ihr Spiel wird nicht abgelenkt von einer erschlagenden Kulisse oder zu vielen Effekten.

Die nächste Aufführung von "Homo Faber" ist am 21. Oktober um 19.30 Uhr. Tickets gibt es ab 12 Euro.


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