Unfall oder Suizid? Überwachungsvideo zeigt neue Details vom Küblböck-Drama

Passau/Berlin - Was viele bereits befürchtet haben, wird nun immer wahrscheinlicher: Daniel Küblböck scheint absichtlich ins kalte Meer gesprungen zu sein. Die Oberstaatswanwaltschaft in Passau hat neue Details bekannt gegeben.

Wird auch in den nächsten Jahrzehnten das Drama um Daniel Küblböck die Polizei beschäftigen? (Bildmontage)
Wird auch in den nächsten Jahrzehnten das Drama um Daniel Küblböck die Polizei beschäftigen? (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Video-Aufnahmen aus der Überwachungskamera zeigen, wie eine Person von Bord gesprungen ist. Ob es sich dabei um Küblböck handelt, sei nicht zu erkennen, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Walter Feiler der "tz" berichtet.

"Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit", so der Oberstaatsanwalt zur Zeitung.

Dass es sich bei dem tragischen Tod um einen Unfall handeln könnte, scheint damit ausgeschlossen. "Es ist wohl so, dass jemand zügig, zielstrebig springt“, erklärt er weiter. Da Küblböck zudem der einzige Passagier ist, der von Bord verschwand, bestehen kaum Zweifel daran, dass es sich um Ex-DSDS-Star handelt.

Noch sind die Ermittlungen aber nicht abgeschlossen. Da keine Leiche gefunden wurde, könnte der Fall die Polizei noch Jahrzehnte beschäftigen (TAG24 berichtete).

Vater sicher: Daniel Küblböck wusste nicht, was er tat

Am 9. September stürzte der DSDS-Star von der AIDAluna.
Am 9. September stürzte der DSDS-Star von der AIDAluna.  © Instagram/Daniel Küblböck

Einer der Zweifel an einem Suizid hat, ist sein Vater Günther Küblkböck. Er hat eine andere Theorie. Der 54-Jährige ist sich sicher: Daniel wusste nicht, was er tat, als er ins offene Meer sprang (TAG24 berichtete).

"Wahrscheinlich hatte er aufgrund seiner starken Psychose einen Fluchtreflex und war sich über die Konsequenzen nicht im Klaren", erklärte er im Bunte-Interview. Demnach geht er davon aus, dass sein Sohn die Realität und das letzte Theaterstück, in dem er mitwirkte, nicht mehr auseinander halten konnte.

In dem Theaterstück spielte Daniel Küblböck eine Frau, die sich im Meer ertränkte. Zudem wurde er in den Tagen vor seinem Verschwinden immer wieder in Frauenkleidung gesichtet, wollte gar mit Frauennamen angesprochen werden und strebte angeblich eine Geschlechtsumwandlung an. Davon will sein Vater nichts wissen. "Daniel wollte nie eine Frau sein. Im Gegenteil. Er wollte vor allem seit DSDS besonders männlich erscheinen."

Schon vor seinem Verschwinden machte er sich große Sorgen um seinen Sohn. "Er versteckte sich erst in Berlin, später auf Mallorca und unterstellte jedem, man wolle ihm etwas Böses. Er bekam schreckliche Psychosen."

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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