Drei Jahre nach Liebes-Aus: Johannes Oerding packt über den Kontakt zu Ina Müller aus

Hamburg - Knapp drei Jahre ist es nun her, dass Johannes Oerding (44) und Ina Müller (60) ihre Trennung bestätigt haben. Doch statt öffentlichem Rosenkrieg herrscht Harmonie zwischen den beiden.

Johannes Oerding (44) ist seit Frühling 2023 von Ina Müller (60) getrennt. (Archivfoto)
Johannes Oerding (44) ist seit Frühling 2023 von Ina Müller (60) getrennt. (Archivfoto)  © Felix Hörhager/dpa

"Das war eine Zäsur in meinem Leben", beschreibt der Musiker das Beziehungs-Aus im Gespräch mit "stern". "Wir haben einen guten Weg gefunden, sind weiterhin freundschaftlich miteinander verbunden, haben viel Respekt füreinander", gesteht der Sänger. Generell sei er nach eigenen Angaben kein Mensch, der Dinge einfach kappt.

"Ich versuche, Verbindungen zu erhalten, auch wenn sich etwas grundlegend verändert." Kennengelernt hatten sich die beiden 2009, als Oerding zu Gast in der Talkshow "Inas Nacht" war. Nach einer anfänglichen Freundschaft wurden sie 2011 schließlich ein Paar. Im Frühjahr 2023 dann die Trennung.

Ob die Phase rund um das Beziehungsende den 44-Jährigen emotional offener gemacht hat? "Ich habe definitiv gelernt, Gefühle mehr zuzulassen. Früher habe ich vieles eher kontrolliert. Heute lasse ich Dinge auch einfach mal da sein." Schließlich gehöre Traurigkeit, Zweifel, Unsicherheit einfach dazu.

Emotionen verarbeitet Oerding in seiner Musik. Darunter auch den Tod seines Vaters, der 2024 verstorben ist. "Das war ein Einschnitt, den ich in so einer Intensität nicht erwartet hatte. Man denkt immer, man ist vorbereitet – aber das ist man nicht."

Ina Müller (60) ist unter anderem für die Moderation der Sendung "Inas Nacht" bekannt. (Archivfoto)
Ina Müller (60) ist unter anderem für die Moderation der Sendung "Inas Nacht" bekannt. (Archivfoto)  © Georg Wendt/dpa

Johannes Oerding über den Tod seines Vaters: "Anker bricht plötzlich weg"

Erst vor Kurzem erschien sein neuestes Album "Hotel". In seiner Musik verarbeitet der 44-Jährige seine Emotionen.
Erst vor Kurzem erschien sein neuestes Album "Hotel". In seiner Musik verarbeitet der 44-Jährige seine Emotionen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Zwar hatte Oerding mit seinem Vater nicht immer den wärmsten Umgang. Dennoch sei er immer ein wichtiger Anker für den Musiker gewesen. "Und wenn dieser Anker plötzlich weg ist, gerät vieles ins Wanken", erklärt er weiter.

Eine der Folgen: Er habe nach eigenen Angaben angefangen, anders über Zeit nachzudenken. "Darüber, wie endlich alles ist. Und auch darüber, wie wichtig Beziehungen sind. Wen ruft man an, wenn es einem schlecht geht? Mit wem teilt man sein Leben wirklich?"

Es sind Fragen, die im Leben des Musikers plötzlich präsent wurden. Die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Jahren? "Dass man nicht alles allein schaffen muss. Ich habe immer gedacht, ich muss stark sein, alles im Griff haben. Aber eigentlich geht es darum, sich auch öffnen zu können, sich Hilfe zu holen."

Wichtig sei jedoch vor allem, Menschen zu haben, mit denen man ehrlich sprechen kann. "Wenn man die in seinem Leben hat, ist schon sehr viel gewonnen", so Oerding abschließend.

Titelfoto: Bildmontage: Felix Hörhager/dpa, Georg Wendt/dpa