Möwensterben in der City: Experten stehen vor Rätsel

Dresden - Was verursachte das mysteriöse Möwensterben in der Dresdner Innenstadt (TAG24 berichtete)? Ein Verursacher konnte bislang nicht ermittelt werden, das Massensterben entlang der Wilsdruffer Straße bleibt rätselhaft.

Winfried Nachtigall (46) ist Vogel-Experte beim Naturschutzbund (NABU).
Winfried Nachtigall (46) ist Vogel-Experte beim Naturschutzbund (NABU).  © Steffen Füssel

Mindestens 20 Möwen starben, alle hatten schwerste Verletzungen erlitten. Weitere Opfer wurden nicht bekannt. Experten schätzen, dass Hunderte Möwen in Dresden leben.

"Brutpaare sind mir allerdings nicht bekannt", so NABU-Vogelkundler Winfried Nachtigall (46).

Übers ganze Jahr hinweg kommen sie als "Nahrungsgäste" in die Stadt, etwa von einer Lachmöwen-Kolonie bei Radeburg.

Sie suchen hier Futter, fliegen oft auch nahe Dampfern auf der Elbe, die im Kielwasser kleine Fische aufwirbeln.

Dann gibt es noch Möwen, die als "Durchzügler" zu oder von Brutquartieren durch die Stadt fliegen. Und Jungvögel (bis drei Jahre), die in Dresden leben, an der Elbe oder auf Hausdächern übernachten.

Was die Todesopfer angeht, so könne es laut Experten durchaus sein, dass neue Hindernisse von den Tieren im Dunkeln übersehen worden waren. Vogelretter hatten Stahlseilträger von Stadtfest-Bauten als mögliche Ursache vermutet.

Genickbruch, verdrehte und abgetrennte Flügel: Für diese drei Möwen kam jede Hilfe zu spät.
Genickbruch, verdrehte und abgetrennte Flügel: Für diese drei Möwen kam jede Hilfe zu spät.

Titelfoto: Steffen Füssel

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