Spannender Fund: Ein Stückchen DDR in der Grundstein-Kapsel

Dresden - Spannende Überreste aus der DDR: Nach dem Abriss des VEB Energiebau wurde eine Grundsteinkapsel entdeckt. Die Inhalte werden nun untersucht.

Präsentierten gestern stolz die Zeitkapsel: Ex-VEB-Leiter Manfred Kreutel (85, v.l.), der damalige Bauüberwacher Volker Frieske (78) und Architekt Dieter Schödel (84).
Präsentierten gestern stolz die Zeitkapsel: Ex-VEB-Leiter Manfred Kreutel (85, v.l.), der damalige Bauüberwacher Volker Frieske (78) und Architekt Dieter Schödel (84).  © xcitepress/ce

Von der markanten DDR-Platte ist nicht mehr viel übrig:

Seit Anfang des Jahres wird der einstige Sitz des VEB Energiebau an der Könneritzstraße dem Erdboden gleichgemacht. Die "Deutsche Wohnen" will an der Stelle 480 Wohnungen bauen.

Jetzt brachten die Abrissarbeiten am Bahnhof Mitte ein 40 Jahre im Fundament schlummerndes Geheimnis hervor:

Eine Zeitkapsel aus dem Jahr der Grundsteinlegung (1979). Den entscheidenden Hinweis lieferte der ehemalige Bauüberwacher Volker Frieske (78).

Als der vom Abriss erfuhr, rief er Neubau-Projektleiterin Delia Kraaß (42) an, erzählte ihr von der kupfernen Kapsel. Gerade noch rechtzeitig:

"Sonst wäre sie geschreddert worden", so Kraaß.

Das fanden sie in der Kapsel auf der Baustelle:

DDR-Schick: Der achtstöckige Bürokomplex (unten im Bild) "zierte" über Jahrzehnte das Areal gegenüber vom Bahnhof Mitte. Nach dem Abriss ist die Fläche jetzt frei für Neues.
DDR-Schick: Der achtstöckige Bürokomplex (unten im Bild) "zierte" über Jahrzehnte das Areal gegenüber vom Bahnhof Mitte. Nach dem Abriss ist die Fläche jetzt frei für Neues.  © Steffen Füssel / Ove Landgraf

Ein mit Tusche geschriebenes Schriftstück aus Transparentpapier, DDR-Geld, eine Tageszeitung. Oder zumindest was davon übrig ist:

"Beim Hochwasser 2002 wurde der Keller überschwemmt, deswegen ist die Kapsel abgesoffen", bedauert Frieske.

Jetzt soll der Inhalt weiter untersucht werden. Lesbar wird er wohl leider nicht mehr.

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