"Ganz schrecklicher Satz": Markus Lanz empört über Aussage von Kanzler Merz
Hamburg - Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erzielte die CDU nur 17,2 Prozent. Das miserable Ergebnis war am Dienstagabend natürlich das beherrschende Thema von Markus Lanz (57). Der Moderator übte während der Sendung scharfe Kritik am Auftreten von Friedrich Merz (70, CDU).
"Wenn dann so ein Satz fällt: 'Wir müssen Politik den Menschen besser erklären.' Ich finde, dass das ein ganz schrecklicher Satz ist, weil er Menschen sozusagen auch gleichzeitig unterstellt, dass sie offensichtlich zu doof sind, zu verstehen, was gerade passiert", beklagte der Gastgeber empört.
Seiner Ansicht nach ist genau das Gegenteil der Fall. "Menschen verstehen ganz genau, was passiert", so Lanz.
Daraufhin stellte die anwesende Journalistin Eva Quadbeck (56) klar: "Das Problem ist nicht das Erklären, sondern das Problem ist, dass man es schafft, Reformen oder Politik in schwierigen Zeiten so zu machen, dass die Menschen es als gerecht empfinden, und damit kann man Politik dann auch gut erklären [...]. Das gelingt nicht [...]."
Rücktrittsforderungen an Merz
Neugierig fragte Lanz hinsichtlich der Zukunft des Kanzlers nach: "Die Revolution im eigenen Haus - kommt die oder kommt die nicht?" Dazu Quadbeck: "In den Landesverbänden der CDU grummelt es jetzt schon erheblich."
In einzelnen Kreisverbänden gebe es sogar schon Rücktrittsforderungen. "Auch in der Fraktion ist das Ansehen von Merz total schlecht", betont die 56-Jährige.
Die komplette, rund 77-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.
Titelfoto: Montage: ZDF/Cornelia Lehmann (2)