24-Jähriger soll Seniorin heimtückisch ermordet haben!

Berlin – Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 84 Jahre alten Frau in Berlin-Prenzlauer Berg beginnt am Freitag (9 Uhr) der Prozess gegen einen 24-Jährigen.

Diese 84-Jährige wurde im Mai 2018 in Berlin ermordet.
Diese 84-Jährige wurde im Mai 2018 in Berlin ermordet.

Die Anklage lautet auf Mord. Der aus Kamerun stammende Mann soll laut Ermittlungen willkürlich an einer Wohnungstür geklingelt haben. Als die ihm unbekannte Seniorin öffnete, habe er sie ohne Vorwarnung und völlig grundlos attackiert (TAG24 berichtete).

Er habe die Frau mit einem Einkaufstrolley geschlagen und schließlich getötet. Der 24-Jährige wurde zwei Wochen später festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einem heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Update, 14.22 Uhr

Der Verteidiger des aus Kamerun stammenden Mannes erklärte zu Prozessbeginn am Freitag, sein Mandant werde sich nicht äußern.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen eine heimtückische Tat aus niedrigen Beweggründen vor. Er sei "zunehmend frustriert über seine Lebenssituation, unzufrieden und sexuell angespannt" gewesen, heißt es in der Anklage.

"Die Frau, die gerade mit der Zubereitung ihres Abendessens befasst war, öffnete arglos die Tür", so die Anklage. Noch im Flur habe der 24-Jährige mit dem Einkaufstrolley immer wieder zugeschlagen. Der 1,43 Meter kleinen und wehrlosen Geschädigte wurde unter anderem die linke Gesichtshälfte zertrümmert. Der Angeklagte soll sich noch stundenlang in der Wohnung aufgehalten, Wäsche der Verstorbenen angezogen und in ihrem Bett geschlafen haben.

Durch am Tatort sichergestellte DNA-Spuren war der 24-Jährige ins Visier der Ermittler geraten. Der Mann, der Angaben zufolge im Mai 2015 nach Deutschland kam und erfolglos einen Asylantrag gestellt hatte, ist wegen Diebstahls und sexueller Belästigung vorbestraft.

Am Freitag steht der mutmaßliche Mörder vorm Berliner Landgericht.
Am Freitag steht der mutmaßliche Mörder vorm Berliner Landgericht.  © DPA

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