Bratpfannen-Mord: Das machte das Pärchen nach der grausamen Tat

Stephan K. (33) und Anne-Kathrin H. (24) haben den grausamen Mord an ihrem Bekannten gestanden.
Stephan K. (33) und Anne-Kathrin H. (24) haben den grausamen Mord an ihrem Bekannten gestanden.  © Holm Helis

Görlitz - Der Bratpfannen-Mord von Görlitz. Im Prozess am dortigen Landgericht gegen Stephan K. (33) und Anne-Kathrin H. (24) kommen immer mehr Details ans Licht. So gestanden sie ihre grausame Tat an einem Bekannten und übernachteten nach dem Mord in einem Hotel am Dresdner Neumarkt.

Laut Anklage hatte das Paar im Februar Philipp W. (24) in eine Wohnung gelockt, um ihm seinen BMW und Geld zu rauben. Dabei blieb es nicht. Das Opfer wurde mit einer Bratpfanne bewusstlos geschlagen, in Folie eingewickelt und erstickte qualvoll.

Im Prozess sagten nun Polizisten aus, die den Fluchtweg des Paares rekonstruierten: So verbrachten die beiden erst eine Nacht im BMW ihres Opfers, dann im Hotel in Görlitz. Sie fuhren nach Radeberg, wo sie einem Handwerker den Transporter klauten, um ihre Flucht fortzusetzen. Nach einer Nacht im „neuen“ Wagen, checkte das Paar in einem Hotel am Dresdner Neumarkt ein, nächtigte dort.

Später tauchten sie bei einem Bekannten in Seifhennersdorf auf, samt Reisetaschen und Rucksäcken. Der erklärte im Zeugenstand, beide hätte ihm gestanden: „Wir haben jemanden um die Ecke gebracht“, ehe sie erneut weiterzogen. Nach Weigsdorf-Köblitz, wo das Paar eine Woche nach der Tat verhaftet wurde.

Während Stephan K., wie berichtet, gestand, hüllt sich Anne-Kathrin H. weiter in Schweigen. Neben Mord wirf der Staatsanwalt den Angeklagten auch Verabredung zum Mord vor.

Denn „ursprünglich“ sollen beide geplant haben, mit dem Auto von Philipp W. den Kindsvater von Anne-Kathrins Sohn zu verschleppen und zu töten. Mit dem Kind wollten sie in Tschechien untertauchen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Der als vermisst gemeldeter 24-jährige Philipp W. wurde im Februar  tot in einer Wohnung in Görlitz gefunden worden.
Der als vermisst gemeldeter 24-jährige Philipp W. wurde im Februar tot in einer Wohnung in Görlitz gefunden worden.  © Danilo Dittrich

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