Kind ohne Wissen der Mutter in Heim gesteckt

Seit 2015 kämpft Kristina Becker (r.) um das Sorgerecht für ihre Tochter Daria (l.).
Seit 2015 kämpft Kristina Becker (r.) um das Sorgerecht für ihre Tochter Daria (l.).  © Kristina Becker

Havelland - Der schmutzige Sorgerechtsstreit um die 10-jährige Daria Becker geht in die nächste Runde.

Deren Mutter Kristina Becker kämpft seit 2015 um das Mädchen, das gegen seinen Willen erst im Heim und dann beim Vater landete. Der jedoch wollte das Kind nicht (TAG24 berichtete). Nun nimmt der Fall die nächste tragische Wendung.

Wie Kristina Becker TAG24 am Donnerstag mitteilte, wurde sie am Mittwoch darüber informiert, dass Daria am 12. Dezember 2017 in einem Kinderheim in Friesack untergebracht wurde.

"Laut übereinstimmenden Aussagen des Kindesvaters, der Sachgebietsleiterin des ASD Havelland sowie des Sozialdezernenten reichten die dem Kindesvater angebotenen ambulanten Hilfen nicht aus und man hatte sich darauf geeinigt, Daria erneut ins Kinderheim zu bringen", so die verzweifelte Berlinerin. "Ich als Mutter wurde darüber nicht informiert."

Obwohl Kristina Becker gegenüber dem Vater den Vorwurf erhebt, ihr Ex hätte das Kind psychisch und physisch missbraucht, hat er das alleinige Sorgerecht. Dieses wurde der Mutter ohne mündliche Anhörung in einem Eilverfahren abgesprochen.

"Das führte dazu, dass Daria fast ein Jahr lang ohne Kontakt zu mir bleiben musste, worunter sie sehr litt und nach wie vor leidet. Auf Anweisung des Kindesvaters darf sie nicht mit mir telefonieren und durfte mich gestern zu meinem Geburtstag lediglich eine Stunde unter Bewachung von der AWO sehen", so Becker weiter.

Wann es ein Wiedersehen zwischen den beiden Becker-Frauen geben wird, entscheidet das Jugendamt.


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