Millionenteurer Umbau: Das soll sich im Kaufpark Nickern ändern

Willkommen! Der neue Centermanager Michael Bilinger (59) präsentiert sich 
erstmals der Öffentlichkeit.
Willkommen! Der neue Centermanager Michael Bilinger (59) präsentiert sich erstmals der Öffentlichkeit.  © Petra Hornig

Dresden - Zeitenwende im KaufPark Dresden-Nickern: Neben einem neuen Centermanager hat die Mall jetzt alle Pläne für ihre Runderneuerung geschmiedet. Doch aktuell geht noch die Sorge um.

Michael Bilinger (59) muss die Ärmel hochkrempeln. Der neue Centermanager im KaufPark kann sich zwar über 17.000 Kunden pro Tag freuen, doch an vielen Stellen ist der Lack ab.

Dafür hat er neuerdings Christian Diesen an der Seite. Der ist Projektmanager für den Umbau in Nickern. Denn: Für insgesamt acht Millionen Euro sollen aus drei Parkdecks zwei werden. Darüber hinaus soll es neue Eingänge, Kinderspielplätze, ein neues Leitsystem und eventuell ein neues Logo geben.

Sackgassen und Barrieren würden beseitigt, so Diesen.





Auch dieser Wintergarten verschwindet. Er steht bereits lange leer. Noch 
unklar ist die Nachnutzung des bisherigen Möbelmarktes.
Auch dieser Wintergarten verschwindet. Er steht bereits lange leer. Noch unklar ist die Nachnutzung des bisherigen Möbelmarktes.  © Steffen Füssel

Gerade wurde der Bauantrag gestellt. Die Parkdecks könnten Herbst 2019 fertig sein, der Rest bis in fünf Jahren.

Zeitnah plant Bilinger für freitagabends die „Dankbar“, in der sich Vereine präsentieren können.

Die Mieterstruktur an sich bleibe erhalten, Kündigungen gebe es keine, sagt er auf Nachfrage.

Fakt ist aber: Das Kaufland wird am 30. Juli sein SB-Restaurant samt Eiscafé schließen, so Sprecherin Christine Axtmann aus Neckarsulm. Betroffen sind 32 Mitarbeiter (TAG24 berichtete)! „Ihnen konnte leider keine Weiterbeschäftigung angeboten werden.“

Hinter dem KaufPark steckt Unibail-Rodamco - der europaweit größte Betreiber von Shoppingcentern. Dazu gehören zum Beispiel die Berliner Gropius Passagen. Bilinger arbeitet für die Unibail-Tochter mfi, die auch den KaufPark Eiche und den HavelPark (beide Brandenburg) managt.

Hinter allem stecken unter anderen Anleger in New York. Bilinger selbst kommt aus Köln, wohnte zuletzt in Thüringen und leitete 2008-2012 die Zwickau Arcaden.

Meine Meinung: Aufbruch in Nickern





Hier wird alles anders: Das alte Parkdeck verschwindet. Es bleiben 2000 
Plätze. Geplant ist ein „neues, aufgeräumtes, modernes Parkdeck“.
Hier wird alles anders: Das alte Parkdeck verschwindet. Es bleiben 2000 Plätze. Geplant ist ein „neues, aufgeräumtes, modernes Parkdeck“.  © Steffen Füssel

Von Torsten Hilscher

Es ist eine riesige Chance: Innerhalb der kommenden fünf Jahre wird der KaufPark Dresden-Nickern umgestaltet. Und zwar grundlegend. Er ist reif dafür.

Selbst der neue Centermanager Michael Bilinger und Projektmanager Christian Diesen sprechen von optischen und baulichen Zuständen, die nicht mehr zeitgemäß sind. Vieles mutet billig an. Den hinteren Rolltreppen ist anzusehen, dass sie nie für einen Freiluft-Betrieb geplant waren. Gar nicht zu reden vom Anblick des alten Möbelmarktes. Jahrelang wurde hier nicht investiert.

Nun wird gehandelt. Für acht Millionen Euro werden aus den - je nach Zählweise - 3200 bzw. 2300 Parkplätzen 2000.

Es ist eine Chance auch fürs benachbarte Prohlis. Das liegt mir persönlich am Herzen, weil ich dort in der Platte aufwuchs. Gar nicht zu reden vom Signal für die Flächen des ehemaligen „Sternenstädtchens“ am KaufPark.

Das SB-Restaurant von Kaufland ist bald Geschichte. Ebenso das dazugehörige 
Café. Beide schließen Ende Juli, 32 Mitarbeiter müssen gehen.
Das SB-Restaurant von Kaufland ist bald Geschichte. Ebenso das dazugehörige Café. Beide schließen Ende Juli, 32 Mitarbeiter müssen gehen.  © Steffen Füssel

Der Abriss der noch intakten Zehngeschosser dort war ein Versagen der Stadtentwicklung ohne Gleichen!

Jetzt ist es an Rot-Rot-Grün im Stadtrat, dem Areal mit intakten Straßen und einer Kita Zukunft zu geben. Ohne langes Palaver.

Der neue Centermanager wiederum muss lernen, dass die Öffentlichkeit kein Feind ist.

Denn das Aus der Kaufland-Gastronomie im Center sorgt für Unruhe gerade bei Händlern und Mitarbeitern.

Offene Informationspolitik ist geboten. Patzer wie die nicht rechtzeitige Fertigstellung von Flyern für die tschechischen Kunden vor Weihnachten seien da verziehen.

Es kann also nur besser werden im KaufPark.





Die Gastroflächen im KaufPark sollen sich künftig vervierfachen. Hier das 
italienische Eiscafé.
Die Gastroflächen im KaufPark sollen sich künftig vervierfachen. Hier das italienische Eiscafé.  © Steffen Füssel

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