Leichenteile bei Bahngleis entdeckt: Endlich hat der Tote einen Namen

Dillenburg - Der Fund eines skelettierten Arms sowie weiterer Leichteile bei einem Bahngleis in Mittelhessen sorgte im Sommer 2018 für großes Aufsehen.

Zahlreiche Beamte suchten nach dem Knochenfund die Gleise und das umliegende Gelände ab.
Zahlreiche Beamte suchten nach dem Knochenfund die Gleise und das umliegende Gelände ab.  © DPA

Die Knochen – neben dem Arm wurden auch zwei menschliche Oberschenkelknochen und Teile von Hüftknochen gefunden – wurden Ende Juli und Anfang August bei den Gleisen der Bahnstrecke zwischen der Gemeinde Sinn und der Stadt Herborn entdeckt (TAG24 berichtete).

Weitere menschliche Knochen wurden nicht gefunden, wie die Polizei in Dillenburg und die Staatsanwaltschaft in Wetzlar am Dienstag gemeinsam mitteilten. Jedoch bestehe nun Gewissheit, um wen es sich bei dem Toten handelt.

"Umfangreiche gerichtsmedizinische Untersuchungen führten zu gentechnischen Übereinstimmungen in Zusammenhang mit einem Vermisstenfall Ende 2017", sagte ein Sprecher.

Demnach handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen damals 28 Jahre alten Mann aus der Gemeinde Sinn.

Todesursache weiter rätselhaft

Die Todesursache gibt den Ermittlern immer noch Rätsel auf. Aktuell scheinen "ein Unglück oder ein Suizid als wahrscheinlich", wie weiter berichtet wurde.

Ebenso könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Leichenteile durch Tiere bewegt wurden.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: DPA

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