Ein Furz als Beamtenbeleidigung! Polizei ermittelt gegen Leipziger Pupser

Leipzig - Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Diese Erfahrung macht gerade ein Leipziger, dem bei einer Polizeikontrolle ein Pups entfuhr. Gegen den 38-Jährigen wird nun wegen Beamtenbeleidigung ermittelt.

Hat als Rechtsanwalt das erste Mal mit Darmwinden zu tun: Jürgen Kasek vertritt einen Leipziger, dem Beamtenbeleidigung durch Pupsen vorgeworfen wird.
Hat als Rechtsanwalt das erste Mal mit Darmwinden zu tun: Jürgen Kasek vertritt einen Leipziger, dem Beamtenbeleidigung durch Pupsen vorgeworfen wird.  © Ove Landgraf

"... sollen Sie in Richtung eines Polizeibeamten flatuliert haben" - mit solch einem Strafvorwurf hatte es der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek (39) bislang auch noch nicht zu tun.

Aktuell vertritt er einen 38-Jährigen, dem jener Darmwind entfuhr und der sich nun wegen Beamtenbeleidigung (§ 185 StGB) verantworten soll. "Ein unglaublicher Fall, wir werden erst mal Akteneinsicht beantragen", so Kasek zu TAG24.

Und das hat sich nach Darstellung der Polizei ereignet: Am 10. November 2019 habe der Beschuldigte gegen 1.25 Uhr am Connewitzer Kreuz aus einer Gruppe heraus mit beiden Händen Stinkefinger in Richtung eines Polizeifahrzeuges gezeigt.

Die Beamten hätten daraufhin den Mann einer Kontrolle unterzogen.

Dabei habe er im Abstand von einem Meter einen Kommissar angepupst, erklärte Behördensprecher Philipp Jurke auf TAG24-Anfrage.

Die Polizisten sahen den Tatbestand der Beleidigung gleich zweifach verwirklicht und fertigten eine Anzeige.

In einem ähnlichen Fall wurde gegen einen Berliner "Beamten-Anpupser" 2017 zunächst ein Strafbefehl über 900 Euro verhängt. Der wurde jedoch später vom Amtsgericht Tiergarten kassiert - Verfahren eingestellt! Quasi vom Winde verweht....

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