Nach Attacke auf Pfleger: Ende der Elefanten-Haltung gefordert

Leipzigs Chefpfleger Robert Stehr musste nach dem Vorfall am Sonntag ins Krankenhaus.
Leipzigs Chefpfleger Robert Stehr musste nach dem Vorfall am Sonntag ins Krankenhaus.  © Ralf Seegers

Leipzig - Nach einem Zwischenfall mit einem Elefanten im Leipziger Zoo, bei dem ein Tierpfleger verletzt wurde, fordern Tierschützer Konsequenzen.

Der Zoo solle den Umgang mit den Elefanten auf den sogenannten "geschützten Kontakt" umstellen, bei dem sich stets ein Gitter zwischen Tier und Wärter befinde, sagte die Biologin und Zootierexpertin bei Peta, Yvonne Würz.

Langfristig fordere die Tierrechtsorganisation ein Ende der Elefantenhaltung in Zoos.

Die Elefantenhaltung im "direkten Kontakt" sei überholt, basiere auf der Unterwerfung der Tiere "und setzt die Mitarbeiter offensichtlich einem hohen Risiko aus", meinte Würz. Der "geschützten Kontakt" sei die einzige Möglichkeit, vermeidbare Gefahren für Angestellte zu beseitigen.

Laut Peta wurden 90 Elefantenangriffe in Zoos seit 1982 bekannt, infolge derer 40 Menschen starben und mehr als 50 verletzt wurden. Allein in den vergangenen zehn Jahren habe es 17 Todesfälle gegeben, bei denen es sich überwiegend um Pfleger handelte.

Der Leipziger Zoo wollte auf die Peta-Forderung nicht eingehen. "Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Elefantenhaltung und arbeitet seit je her mit einem anerkannten System und hochqualifiziertem Personal", teilte eine Sprecherin mit.

Beim Führen aufs Außengelände hatte eine Elefantenkuh am Sonntag in Leipzig einen Pfleger verletzt. Der Mann war umgeknickt und zu Boden gefallen. Das Tier hatte sich erschreckt und den Mann beim Wegrennen mit dem Fuß touchiert. (TAG24 berichtete)


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