Brutale Pferdeschlitzer-Attacken in Serie bei Mainz: Bereits eine tote Stute

Mainz/Bad Kreuznach - Die Polizei warnt: Offenbar treibt bei Mainz und Bad Kreuznach ein sogenannter "Pferdeschlitzer" sein Unwesen. Es gab schon mehrere äußerst brutale Attacken gegen Pferde.

Ein Pferderipper verspürt aufgrund einer psychischen Störung das Verlangen, Pferde zu verstümmeln und/oder zu töten (Symbolbild).
Ein Pferderipper verspürt aufgrund einer psychischen Störung das Verlangen, Pferde zu verstümmeln und/oder zu töten (Symbolbild).  © 123RF/Vladyslav Danilin, 123RF/Benjawan Sittidech

Über einen Angriff in der Gemeinde Stadecken-Elsheim südwestlich von Mainz hat TAG24 bereits berichtet.

Dabei wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Pferd in einem Stall mit einem Messer angegriffen und schwer an den Nüstern verletzt.

Bei der Wunde handelte es sich um eine "erhebliche Schnittverletzung", wie ein Polizeisprecher sagte. Das Pferd konnte aber von einem Tierarzt gerettet werden.

Wie nun weiter bekannt wurde, kam es in der Nacht zum 24. August in Warmsroth und in der Nacht zum vergangenen Donnerstag in Bingen-Gaulsheim bei Mainz und Bad Kreuznach ebenfalls zu Attacken gegen Pferde. Eine Stute wurde dabei so schwer verletzt, dass sie starb.

Die Kriminalpolizei prüfe derzeit, ob diese drei Attacken zusammenhängen, teilte das Polizeipräsidium Mainz mit. Ist es immer ein und derselbe Täter?

Auch zwei Pferderipper-Attacken in Südhessen

Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Pferdeschlitzer-Attacken (Symbolbild).
Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Pferdeschlitzer-Attacken (Symbolbild).  © 123RF/Konstantin Tronin, dpa/Frank Rumpenhorst

In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass es nicht weit von den drei bereits erwähnten Tatorten entfernt – auf der östlichen Seite des Rheins – in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls zu zwei Pferdeschlitzer-Attacken gekommen ist.

In Seeheim-Jugenheim in Südhessen wurde Mitte August eine Stute auf einer Koppel schwer verletzt (TAG24 berichtete). Im Juni hatte ein Pferderipper im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg zugeschlagen. Hier erlitt ein Pferd Schnittverletzungen im Genitalbereich (TAG24 berichtete).

Bei einem Pferdeschlitzer oder Pferderipper handelt es sich um einen Menschen, der aufgrund einer psychischen Störung das Verlangen verspürt, Pferde zu verstümmeln und/oder zu töten.

Die Polizei empfiehlt allen Pferdehaltern in der Region, ihre Tiere in der Nacht in Stallungen unterzubringen. Wenn dies nicht möglich sei, sollten "Pferde keine Halfter tragen", sagte ein Sprecher.

"Lichtquellen und Videoüberwachung dürften ebenfalls geeignet sein, potentielle Übergriffe abzuwenden", lautet eine weitere Empfehlung der Polizei.

Die Kriminalpolizei in Bad Kreuznach hat eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Weide" eingerichtet. Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 067188110 bei den Beamten melden.

Titelfoto: 123RF/Vladyslav Danilin, 123RF/Benjawan Sittidech

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