Mädels, ihr seid überragend! Dresdner SC holt sich den Pokalsieg in Mannheim

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Mannheim - Sie haben den Pott!! Durch die Kabine dröhnte vor dem Spiel „heute Abend ist die Nacht, in der wir es geschehen lassen“ und die Volleyballerinen vom Dresdner SC ließen den Worten der Pointer Sisters Taten folgen.

Mareen Apitz (2.v. rechts) stellt für Sasa Planinsec, die zum Schmetterschlag ausholt.
Mareen Apitz (2.v. rechts) stellt für Sasa Planinsec, die zum Schmetterschlag ausholt.  © Lutz Hentschel

In einer rappelvollen SAP-Arena in Mannheim krallte sich das Team von Trainer Alexander Waibl zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den DVV-Pokal. Im Finale setzte sich die Mannschaft gegen den VC Wiesbaden mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:18,) durch.

Nach fünf Meistertiteln (1999, 2007, 2014, 2015, 2016), vier Pokalsiegen (1999, 2002, 2010, 2016) und einem Sieg im europäischen Challenge Cup (2010) ist der Triumph am Sonntag der elfte Titel der Vereinsgeschichte. Sieben gehen nun auf das Konto von Erfolgstrainer Alex Waibl.

Der hatte gemeinsam mit seinem Trainerteam um Andrea Ebana, Goran Mladenovic und Till Müller in der Vorbereitung alles richtig gemacht, den Fokus auf das Endspiel gelegt und dabei eine Leistungsdelle in den vergangenen Wochen in Kauf genommen – alles für den Titel!

Großer Jubel bei den DSC-Schmetterlingen um Libera Myrthe Schoot (Mitte).
Großer Jubel bei den DSC-Schmetterlingen um Libera Myrthe Schoot (Mitte).  © Lutz Hentschel

Waibl startete mit seiner gewohnten Stammformation. Mareen Apitz, Piia Korhonen, Eva Hodanová, Ivana Mrdak, Katharina Schwabe, Sasa Planinsec und Myrthe Schoot.

Der DSC wirkte schon im Einspielen extrem fokussiert und legte dann auch richtig gut los. Die Annahme stand, die Angriffe saßen und im Block baute die Mannschaft eine Wand auf, an der Wiesbaden immer wieder scheiterte. Beim 11:5 hatte der VC schon zwei Auszeiten genommen, war beim 21:10 aber dran - Auszeit Dresden.

Die zeigte Wirkung, vier ganz starke Aktionen bringen das 25:21 und damit die 1:0-Führung.

Der zweite Durchgang extrem heißt umkämpft. Bis zum 16:16 konnte sich keine Mannschaft absetzen, doch dann zwei super Aktionen und eine Video-Challenge, die bewies, dass Mrdak ein Ass geschlagen hatte – 19:16-Führung. Zwar kam Wiesbaden noch einmal heran, doch am Satzende war der DSC abgezockter, reagierte clever auch in schweren Situationen.

Mit einem Block gegen Tanja Großer machten die Sachsen den Satz zu – 2:0-Satzführung.

Vor vollbesetzten Rängen wurden das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena ausgetragen.
Vor vollbesetzten Rängen wurden das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena ausgetragen.  © Lutz Hentschel

Der dritte Durchgang begann nicht gut. Wiesbaden stellte einiges um, brachte zwei frische Spielerinnen. Unter anderem die Dresdnerin Selma Hetmann, die ihr Team mit einer Aufschlagserie zum 9:5 führte.

Doch der DSC kämpfte aufopferungsvoll, hatte beim 12:11 das erste Mal in diesem Satz die Führung und baute auf 14:12 aus – Auszeit Wiesbaden.

Beim 17:14 hatte sich der DSC eine Drei-Punkte-Führung erarbeitet - wieder Auszeit Wiesbaden.

Mit dem 19:15 bog das Waibl-Team endgültig auf die Siegerstraße ein.

Am Ende war der DSC nur noch ein einziges Freudenknäuel.

Eva Hodanova nutzte den zweiten Matchball zum 25:18 im dritten Satz.