1000-Euro-Entlastungsprämie für Arbeitnehmer vom Tisch!

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Von Ulrich Steinkohl, Michael Fischer

Berlin - Die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer von bis zu 1000 Euro als Ausgleich für die hohen Spritpreise ist nach Angaben aus der Führung der Unionsfraktion vom Tisch.

Jens Spahn (CDU, 45, r.) und Landesgruppenchef Alexander Hoffmann (CSU, 51).
Jens Spahn (CDU, 45, r.) und Landesgruppenchef Alexander Hoffmann (CSU, 51).  © Michael Kappeler/dpa

Das Vorhaben werde nicht weiter verfolgt, schrieben Fraktionschef Jens Spahn (CDU, 45) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann (51) an die Abgeordneten der Union nach der Sitzung des Koalitionsausschusses. 

Die Nachricht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. In einem Schreiben von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch an die sozialdemokratischen Abgeordneten wurde die am vergangenen Freitag vom Bundesrat gestoppte Prämie nicht erwähnt. 

Vorgesehen war, dass die Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis zum 30. Juni 2027 eine Prämie von bis zu 1000 Euro zahlen können, die steuer- und abgabenfrei sein sollte.

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Die Unternehmen hätten die Zahlung als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können. 

Massive Kritik aus der Wirtschaft und Rote Karte des Bundesrats

Im Bundesrat votierten nur 4 von 16 Ländern für die Prämie.
Im Bundesrat votierten nur 4 von 16 Ländern für die Prämie.  © Carsten Koall/dpa

Aus der Wirtschaft kam massive Kritik an dem Vorhaben. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen, aber auch öffentliche Arbeitgeber erklärten, dass sie in der gegenwärtig wirtschaftlich angespannten Situation nicht in der Lage seien, die Prämie zu zahlen. 

Im Bundesrat votierten dann nur 4 von 16 Ländern für die Prämie. Auch Bayern stimmte gegen das Vorhaben, obwohl Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) es in einem Koalitionsausschuss in der Villa Borsig selbst mit ausgehandelt hatte.

Die Länder warfen dem Bund vor, dass sie und die Kommunen die Kosten für die Prämie zu fast zwei Dritteln hätten zahlen sollen. Der Bund habe zwar einen Ausgleich durch die Erhöhung der Tabaksteuer vorgehabt - deren Einnahmen fließen aber nur dem Bundeshaushalt zu. 

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Um die Entlastungsprämie zu retten, hätte die Bundesregierung den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen müssen.

Nachdem die Prämie nun endgültig gescheitert ist, werden die Bürger vorerst nur durch den Tankrabatt von 17 Cent entlastet. Die Spritpreise sind infolge des Iran-Kriegs stark angestiegen.

Erstmeldung: 13. Mai, 10.51 Uhr, zuletzt Aktualisiert: 11.06 Uhr

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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