Iran verhandelt derzeit nicht mit USA: Warum fallen die Spritpreise trotzdem?

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Von Christof Rührmair

Deutschland - Der stark sinkende Ölpreis kommt bisher nur minimal bei den Autofahrern an. Am Montagvormittag deuteten die Preise leicht nach unten, wie der ADAC mitteilt. Davor war der Preis für Super E10 bereits über das Wochenende etwas niedriger.

Die Spritpreise sorgen derzeit bei vielen für schlechte Laune.
Die Spritpreise sorgen derzeit bei vielen für schlechte Laune.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Der rückläufige Ölpreis scheint also langsam bei den Kraftstoffpreisen anzukommen", sagt ein Sprecher des Verkehrsclubs. Auch Zahlen beim Portal Tankerkönig zeigten am Montagvormittag eine minimal rückläufige Tendenz.

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete Super E10 laut ADAC 2,157 Euro pro Liter, Diesel 2,21 Euro.

Das war bei E10 rund ein Cent weniger, bei Diesel rund ein Cent mehr als am vergangenen Donnerstag, als Rohöl der für Europa wichtigen Sorte Brent mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gekostet hatte. Seither ist der Rohölpreis aber stark gefallen. 

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Normalerweise gilt der Rohölpreis als zentraler Treiber für Preisschwankungen beim Sprit. Zuletzt hatte er aber - insbesondere bei Benzin - ungewöhnlich schwach an der Zapfsäule durchgeschlagen.

ADAC: Bereits seit Wochen zu teuer

So richtig Sinn ergibt der fallende Ölpreis nicht. Die Iraner verhandeln laut eigenen Aussagen nicht einmal mit den USA.
So richtig Sinn ergibt der fallende Ölpreis nicht. Die Iraner verhandeln laut eigenen Aussagen nicht einmal mit den USA.  © Nic Coury/AP/dpa

Vor dem aktuellen Rückgang hatte sich Rohöl ab Mitte Juli stark verteuert, die Spritpreise waren im selben Zeitraum aber nur um einige Cent gestiegen. 

Neben dem Rohölpreis gibt es allerdings auch andere Faktoren, die sich auf den Spritpreis auswirken. Dazu gehören Raffineriekapazitäten und Wechselkurse. 

Aus Sicht des ADAC bewegen sich die Kraftstoffpreise "bereits seit Wochen auf einem zu hohen Niveau". Der jetzige Rückgang des Ölpreises lasse aber hoffen, "dass auch die Kraftstoffpreise zeitnah spürbar sinken werden".

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Insgesamt liegen die Preise derzeit wieder sehr hoch. Im Vergleich zum letzten Tag vor Beginn des Iran-Krieges ist ein Liter Super E10 knapp 38 Cent teurer, ein Liter Diesel gut 46 Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern umgerechnet sind das 19 beziehungsweise 23 Euro.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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