Mehr Geld für Bedürftige: Bundestag beschließt Pflegereform

Berlin - Der Bundestag hat mit der Mehrheit der Ampel-Fraktion am Freitag die heiß diskutierte Pflegereform beschlossen. Die sieht Entlastungen für die derzeit fünf Millionen Pflegebedürftigen und deren Familien, aber auch höhere Beiträge für Einzahler vor.

In Deutschland leben derzeit rund fünf Millionen Pflegebedürftige.
In Deutschland leben derzeit rund fünf Millionen Pflegebedürftige.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen soll der Pflegebeitrag zum 1. Juli um 0,35 Prozentpunkte erhöht werden - für Menschen ohne Kinder noch etwas stärker.

Aktuell liegt er bei 3,05 Prozent des Bruttolohns, für Kinderlose bei 3,4 Prozent.

Das zuletzt 2017 erhöhte Pflegegeld für Pflegebedürftige daheim soll Anfang 2024 um 5 Prozent angehoben werden.

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Auch Zuschläge für Pflegebedürftige im Heim sollen im kommenden Jahr steigen.

Kritik gab es aus der Opposition: Die Union bezeichnete die Reform in Persona der CDU-Abgeordneten Diana Stöcker (53) als "ein dürftiges Auf-Sicht-Fahren".

AfD-Mann Thomas Dietz (56) sprach von einer "Notoperation", bei der Leistungsanhebungen in keinem Verhältnis zur Inflation stünden.

Linken-Fachpolitiker Ates Gürpinar (38) warf der Ampel vor: "Sie belasten, Sie entlasten nicht."

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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