Neuer Bundeswehr-Skandal: Offizier soll minderjährige Stieftöchter beim Duschen heimlich gefilmt haben

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Berlin - Es sind erschütternde Vorwürfe! Ein Offizier der Bundeswehr soll über mehrere Jahre hinweg heimlich seine minderjährigen Stieftöchter unter anderem beim Duschen gefilmt haben.

Das Operative Führungskommando in Berlin wird von einem Skandal erschüttert. (Archivfoto)
Das Operative Führungskommando in Berlin wird von einem Skandal erschüttert. (Archivfoto)  © Marc Tessensohn/Territoriales Führungskommando der Bundeswehr/obs

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat gegenüber "Welt am Sonntag" bestätigt, dass in dem Fall bereits seit fast zwei Jahren ermittelt werde. Der Beschuldigte soll demnach aktuell im Operativen Führungskommando tätig sein, das in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin stationiert ist.

Gegen den Oberstleutnant der Luftwaffe sollen vier Anzeigen vorliegen. In diesem Zusammenhang würde zudem auch Videomaterial ausgewertet.

Was darauf zu sehen ist, teilte die Justiz-Behörde nicht mit. Der Offizier wollte sich auf Anfrage der Wochenzeitung nicht zu den Vorwürfen äußern.

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Der Welt-Redaktion liegen interne Berichte vor, aus denen hervorgehe, dass die Bundeswehr-Spitze seit geraumer Zeit Bescheid gewusst habe - und spätestens seit Dezember 2025 auch das Verteidigungsministerium.

Kommentieren wollte das Ministerium die konkreten Vorwürfe nicht.

Der Ex-Pilot der Luftwaffe ist demzufolge weiterhin im Dienst und sogar Geheimnisträger. Nachdem er zunächst zwar vorübergehend von diesem entbunden worden war, durfte er nach einer Reha in seine ursprüngliche Rolle zurückkehren, in der er Einsätze im In- und Ausland plant und führt.

Bundeswehr-Offizier soll Kamera in Badezimmer von Lebensgefährtin installiert haben

Der beschuldigte Offizier soll in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin stationiert sein. (Archivfoto)
Der beschuldigte Offizier soll in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin stationiert sein. (Archivfoto)  © Hannes P. Albert/dpa

Dem Soldaten wird vorgeworfen unter anderem die Töchter seiner damaligen Lebensgefährtin - ebenfalls eine Soldatin bei der Bundeswehr - in ihrem gemeinsamen Haus bei Berlin in äußert intimen Situationen gefilmt zu haben.

Dem Bericht zufolge soll die Frau im November 2024 in einer Kunstblume in ihrem Badezimmer eine versteckte Überwachungskamera entdeckt haben. Diese sei auf Dusche, Badewanne und Waschbecken ausgerichtet gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Töchter gerade 14 und 17 Jahre als. Allerdings lebte das Paar bereits fünfeinhalb Jahre zusammen und die Kamera soll mindestens zehn Monate lang im Bad installiert gewesen sein. In diesem Zeitraum hatte die Familie regelmäßig Besuch von noch jüngeren Mädchen.

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Seine Ex-Partnerin warf ihn raus, wobei der Offizier noch eilig einige Dinge zusammengepackt haben soll - unter anderem auch weitere Datenträger, wie es aus dem Umfeld der Geschädigten heißt. Der Ex-Pilot soll seine Schuld in einem Chat, der der Welt-Redaktion vorliegt, gestanden haben. Darin räumte er unter anderem ein, "pornosüchtig" zu sein, doch das habe ihm nicht mehr ausgereicht. Er habe die Aufnahmen gelöscht und "alles in den Fluss geworfen".

Titelfoto: Marc Tessensohn/Territoriales Führungskommando der Bundeswehr/obs

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