Kochel am See - Ein 35-Jähriger ist beim Wandern bei Kochel am See in Bayern 80 Meter über steiles, teils felsiges Gelände in ein Bachbett gestürzt und hat schwer verletzt überlebt. Die Rettung in der Nacht war aufgrund aufziehender Gewitter ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein "Search and Rescue"-Hubschrauber der Bundeswehr musste daher anrücken.
Der Mann war am Dienstagnachmittag mit seinen beiden Hunden in Richtung Orterer Alm unterwegs, als er den Wanderweg verließ und oberhalb eines sehr steilen Grashangs abstürzte. Das teilten die Polizei und die Bergwacht mit.
Er stürzte 80 Meter über teils felsiges Gelände bis in den Pressenbachgraben und blieb dort schwer verletzt liegen. Als er am Abend nicht nach Hause kam, meldeten ihn Angehörige als vermisst.
Um 1.22 Uhr am frühen Mittwochmorgen wurde die Bergwacht alarmiert. Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei konnte bei der Anfahrt den Handystandort des Mannes bestimmen. Dann hörten sie Rufe aus dem Graben des Pessenbachs.
Als die Rettungskräfte den 35-Jährigen erreichten, zeigte sich den Helfern das Ausmaß seiner Verletzungen: Er war stark unterkühlt, polytraumatisiert und wies unter anderem eine schwere Wirbelsäulenverletzung auf.
Dramatische Rettung bei. Kochel am See: Hunde des verletzten Wanderers bleiben vermisst
"Daraufhin wurde durch den Einsatzleiter der Bergwacht sofort ein Bergwacht-Notarzt sowie ein nachtflugtauglicher Hubschrauber mit Rettungswinde nachalarmiert", teilten die Retter mit.
"Aufgrund herannahender Gewitter und der Dunkelheit war es lediglich der SAR Maschine der Bundeswehr möglich, den Einsatzort anzufliegen."
Währenddessen wurde die Einsatzstelle mit einer Drohne ausgeleuchtet, damit der Patient versorgt und stabilisiert werden konnte. Anschließend wurde er aus dem steilen Gelände schonend geborgen und zum Hubschrauber gebracht, der ihn in ein Krankenhaus flog.
Nach rund sechs Stunden war der Einsatz schließlich beendet. Die beiden Hunde des Mannes blieben vermisst. Die Polizei ermittelt zur Ursache des Unfalls.