AfD-Parteitag störungsfrei fortgesetzt: Fahrraddemo und Versammlung angekündigt

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Von Jörg Ratzsch, Christian Rüdiger

Erfurt - Mit Videos zur Einstimmung auf die anstehenden Landtagswahlen im Osten des Landes hat die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt fortgesetzt.

Die AfD kann ihren Bundesparteitag wie geplant abhalten.
Die AfD kann ihren Bundesparteitag wie geplant abhalten.  © Katharina Kausche/dpa

Die AfD-Delegierten beschäftigen sich am zweiten Tag ihres Treffens mit weiteren Wahlen von Schiedsrichtern des internen Parteigerichts sowie Änderungen an der Bundessatzung und an der Finanz- und Beitragsordnung.

Dabei geht es etwa um die Gestaltung von Gesprächen bei der Aufnahme neuer Parteimitglieder, um Mitgliedsbeiträge und die Durchführung von Parteitagen.

Die wesentlichen Punkte hatte der Parteitag am Samstag zügig abgehakt. So war der Bundesvorstand neu gewählt worden, neben der Bestätigung von Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (51) als Führungsduo wurden einige Posten in dem 14-köpfigen Spitzengremium neu besetzt.

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Der zweiten Tag des AfD-Delegiertentreffens in der Messe Erfurt hat laut Polizei Thüringen "störungsfrei" begonnen. Neben einer Fahrraddemo vom Hauptbahnhof zum Fischmarkt wird es gegen 12 Uhr an der Rathausbrücke eine Pressekonferenz des Gegenprotests geben. Ab 14 Uhr ist dort auch eine Versammlung angemeldet, teilten die Beamten mit.

Mehrere Zehntausend Demonstranten waren in der Stadt und hatten gegen die AfD protestiert. Am Samstagabend war der Großteil wieder abgereist.
Mehrere Zehntausend Demonstranten waren in der Stadt und hatten gegen die AfD protestiert. Am Samstagabend war der Großteil wieder abgereist.  © Simon Kremer/dpa

AfD räumt potenzielle Streitthemen schnell beiseite

Um die Durchführung des AfD-Parteitages zu gewährleisten sind mehrere tausend Polizisten am Wochenende in Erfurt im Einsatz.
Um die Durchführung des AfD-Parteitages zu gewährleisten sind mehrere tausend Polizisten am Wochenende in Erfurt im Einsatz.  © Michael Reichel/dpa

Der Samstag war von zahlreichen Demonstrationen, Protesten und Blockaden begleitet worden.

Laut dem Bündnis "Widersetzen" hatten sich etwa 50.000 Menschen an Protesten beteiligt - darunter 17.000 an Blockaden. Die Polizei hingegen sprach von rund 31.000 Menschen.

Viele AfD-Delegierte waren allerdings sehr früh in von der Polizei eskortierten Bussen angereist, dass sie ohne Schwierigkeiten zum Messegelände gelangten. Der Parteitag am Samstag konnte pünktlich um 10 Uhr beginnen.

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Dort hatten die Delegierten ein potenzielles Streitthema schnell abgeräumt: Ein Antrag zur Änderung der sogenannten Unvereinbarkeitsliste, den unter anderem Thüringens Landeschef Björn Höcke (54) unterstützt hatte, wurde inhaltlich nicht diskutiert und zurückgezogen, nachdem Weidel vorgeschlagen hatte, dass der neue Parteivorstand die Liste überarbeiten möge. 

Wer Mitglied einer auf dieser Liste aufgeführten extremistischen Organisation ist, darf nicht AfD-Mitglied sein. Das gilt in der Regel auch für ehemalige Mitglieder solcher Organisationen.

Erstmeldung: 5. Juli, um 8.23 Uhr, aktualisiert um 10.55 Uhr

Titelfoto: Katharina Kausche/dpa

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