Brisantes Foto aufgetaucht: AfD-Landeschef zeigt stolz Hitlergruß

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Magdeburg - Nächster Eklat in der AfD! In neuesten Recherchen ist ein privates Bild aufgetaucht, auf dem der sachsen-anhaltische Landeschef der Rechtsaußen-Partei fröhlich den Hitlergruß zeigt.

AfD-Landeschef Martin Reichardt (56) soll auf einer Privatveranstaltung den Hitlergruß gezeigt haben.
AfD-Landeschef Martin Reichardt (56) soll auf einer Privatveranstaltung den Hitlergruß gezeigt haben.  © Hendrik Schmidt/dpa

Diese Aufnahmen liegen "Welt" und dem "Politico"-Podcast "Inside AfD" vor. Auf dem Foto sieht man den AfD-Landeschef Martin Reichardt (56), wie er den Hitlergruß zeigt und dabei lacht.

Neben ihm steht der kulturpolitische Sprecher der AfD Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider (48), ebenfalls sichtlich amüsiert.

Vor ihnen kniet der Arzt Markus Motschmann, der einen AfD-Mitgliedsantrag nach oben hält, wie er gegenüber "Inside AfD" bestätigte. Auch die Echtheit des Fotos räumte er ein.

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Die Aufnahme entstand demnach im Juni 2020 auf einem Privatgrundstück. Zwei damals anwesende Zeugen bestätigten gegenüber "Inside AfD", dass es sich tatsächlich um den Hitlergruß gehandelt habe.

Auch soll Motschmann Reichardt mit "Mein Führer" angesprochen haben.

Motschmann: Reichardts Hitlergruß-Foto war "reiner Joke"

Arzt Markus Motschmann bestätigt die Echtheit des Fotos. Es soll sich aber um einen Witz gehandelt haben.
Arzt Markus Motschmann bestätigt die Echtheit des Fotos. Es soll sich aber um einen Witz gehandelt haben.  © Imago / Christian Schroedter

Martin Reichardt selbst hingegen behauptet nun, dass es sich nicht um den Hitlergruß, sondern um einen "Ritterschlag" für Motschmann gehandelt habe – sein Mitgliedsantrag war kurz zuvor von dem umstrittenen Vorsitzenden Jörg Meuthen (64) abgelehnt worden.

Aus Recherchen von "Politico" geht jedoch hervor, dass dies zeitlich nicht übereinstimmt. Motschmanns Mitgliedsantrag wurde am 7. Juni 2020 ausgefüllt, an diesem Tag entstand auch das besagte Foto. Die Ablehnung, auf die sich der "Ritterschlag" beziehen soll, gab es aber erst im folgenden September.

Markus Motschmann wurde während der Corona-Pandemie deutschlandweit als "Anti-Drosten" bekannt, da er Verschwörungstheorien öffentlich verbreitete. Anschließend kam er in Kontakt mit der AfD.

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Auf Nachfrage der "Inside AfD"-Journalisten Pauline von Pezold und Frederik Schindler kommentierte der Arzt die Szene wie folgt: "Es war total lustig gemeint, wirklich absoluter Schwachsinn, was da wieder aufgebauscht werden soll."

Auch dementiert er, Reichardt mit "Mein Führer" angesprochen zu haben. Die ganze Situation sei ein "reiner Joke" gewesen, zitiert ihn "Welt".

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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