Kaufpläne der NRW-AfD vorerst gestoppt: Bundespartei spricht von "Missverständnis"
Von Oliver Auster
Düsseldorf - Die AfD in Nordrhein-Westfalen hat Pläne für den Kauf einer eigenen Veranstaltungshalle verworfen.
Die "Überlegungen" würden "derzeit nicht weiterverfolgt", sagte ein Sprecher des Landesverbands der dpa. Hintergrund ist offensichtlich die mangelnde finanzielle Unterstützung durch die Bundespartei.
Im Juli hatte die NRW-AfD in einem Mitgliederschreiben um Spenden für den Kauf einer Halle gebeten. In dem Brief hieß es damals auch, dass die Bundespartei mit einem Darlehen helfen wolle.
Gut drei Wochen später musste der Landesverband um Vorstand Martin Vincentz (40) das in einem weiteren Schreiben an alle Mitglieder in NRW korrigieren.
In dem Brief vom 13. August, der der dpa vorliegt, hieß es: "Zum Zeitpunkt des Versands unseres Schreibens bestand weder ein Beschluss des AfD-Bundesvorstandes noch ein Beschluss des Konvents über die Gewährung eines Darlehens an den AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen."
Die verbindliche Unterstützung durch die Bundespartei sei ein "Missverständnis" gewesen. Ohne das Darlehen scheiterten die Pläne.
Hintergrund der Pläne war, dass die AfD für ihre Parteiveranstaltungen nur schwer Räumlichkeiten findet. Viele Hallenbetreiber wollen die in Teilen als rechtsextrem eingestufte Partei nicht.
Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa
