Von Alexander Engels
Potsdam - Am Zukunftstag können sich Schüler über Berufe informieren. Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag hat sich dafür auch angemeldet - wurde aber als Anbieter gestrichen. Warum?
Die AfD-Landtagsfraktion Brandenburg sei kurzzeitig unter den Anbietern für den Zukunftstag 2026 gelistet gewesen, aber abgelehnt worden, teilte der Sprecher des Bildungsministeriums mit.
"Der Anbieter wurde abgelehnt, da der AfD-Landesverband vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wird." Die AfD-Fraktion prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet.
Der Zukunftstag Brandenburg am 23. April richtet sich an Schüler ab der siebten Klasse und soll bei der Berufswahl helfen. Jugendliche können für einen Tag verschiedene Berufe kennenlernen.
In Brandenburg gibt es rund 1000 Angebote, für die sich Anbieter über eine Online-Plattform registrieren.
AfD-Fraktion kritisiert Ablehnung
Nach der Anmeldung der AfD-Fraktion ging laut Bildungsministerium ein Bürgerhinweis ein. "In diesem Fall wären Minderjährige ohne pädagogische Begleitung unmittelbar einer erwiesen extremistischen Ideologie ausgesetzt gewesen", erklärte ein Sprecher. Die AfD habe sich zweimal registriert, beide Einträge seien gelöscht worden. Im vergangenen Jahr war die Fraktion noch beteiligt, damals galt sie als Verdachtsfall.
Die AfD kritisiert die Entscheidung. Es handle sich um "Vermutungen und Unterstellungen", ein rechtsextremer Charakter sei nicht nachgewiesen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Dennis Hohloch (37).
Das Ministerium verweist auf Gerichtsurteile: Die Ablehnung sei bereits zweimal bestätigt worden, auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg habe Beschwerden zurückgewiesen.
Die AfD will den Zukunftstag notfalls selbst organisieren.