Schlag ins Gesicht: AfD-Mitarbeiter sollen sich betrunken im Bundestag geprügelt haben
Berlin - Im Bundestag ist offenbar eine Auseinandersetzung eskaliert. Jetzt ermittelt die Polizei. Wie der Spiegel schreibt, sollen sich bereits am Mittwoch zwei Mitarbeiter von AfD-Abgeordneten betrunken geprügelt haben.
"Davon ist der Fraktion nichts bekannt", teilte die Alternative für Deutschland auf Anfrage vom Spiegel mit. Mehrere Quellen wollen den Vorfall jedoch beobachtet haben.
"Ich habe drei Männer gesehen", berichtet ein Zeuge, der anonym bleiben will, gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
"Zwei haben sich gegenseitig ins Gesicht geschlagen. Einer trug einen hellen Anzug, der andere einen dunklen."
Die dritte Person habe nicht eingegriffen.
"Ich stand vielleicht 20 oder 30 Meter von ihnen entfernt. Als der eine den anderen ins Gesicht traf, habe ich das gehört", so der Zeuge, der die Polizei alarmierte und wegging.
Nach Spiegel-Infos soll die Polizei gegen 23.20 Uhr vor Ort eingetroffen sein, den Streit geschlichtet und Alkohol-Einfluss bei beiden Personen festgestellt haben.
Die Schlägerei passierte unterhalb der Installation "Auf und ab und unterwegs" von Künstlerin Christiane Möbus.
Sicherheitskräfte der Parlamentarischen Gesellschaft sollen laut Spiegel extra geschult worden sein, wie man mit betrunkenen AfD-Leuten umzugehen habe.
Außerdem sollen für bestimmte AfD-Mitarbeiter aufgrund von Sicherheitsbedenken keine Hausausweise erstellt worden sein.
Titelfoto: Michael Kappeler/dpa
