Wegen ihr gucken alle nach Senftenberg, aber er gewinnt Stichwahl

Von Marc-Oliver von Riegen, Alina Grünky

Senftenberg - Die AfD hat im Wahlkrimi das Nachsehen. Bei der Stichwahl um das Landratsamt im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat sich Gesundheitsdezernent Alexander Erbert (46, CDU) durchgesetzt.

Antje Ruhland-Führer (AfD) muss sich gegen Alexander Erbert (46, CDU) geschlagen geben.
Antje Ruhland-Führer (AfD) muss sich gegen Alexander Erbert (46, CDU) geschlagen geben.  © --/Antje Ruhland-Führer/privat/dpa, ---/Alexander Erbert/privat/dpa

Er erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis 53,4 Prozent der Stimmen, wie der Landkreis mitteilte. Seine Mitbewerberin Antje Ruhland-Führer (AfD), die während der Auszählung auch eine Zeit lang vorn lag, kam am Ende auf 46,6 Prozent.

"Auch wenn unsere Kandidatin Antje Ruhland-Führer den Landratsposten trotz eines engagierten Wahlkampfes nicht erringen konnte, zeigt das Ergebnis eines ganz klar: Wir wachsen von Wahl zu Wahl", kommentierte der Landesvorsitzende der AfD-Brandenburg, René Springer (46), das Ergebnis.

Die Wahlbeteiligung lag laut Landkreis bei 45,2 Prozent. Erbert folgt auf den bisherigen Landrat Siegurd Heinze (64, parteilos), der nach 16 Jahren im Amt nicht erneut angetreten war.

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Die Wahl wurde mit besonderem Interesse verfolgt, da die AfD in Brandenburg die Chance hatte, erstmals einen Landrat zu stellen.

Die Stichwahl war notwendig geworden, nachdem im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht hatte.

Erbert hatte dabei 48,8 Prozent, Ruhland-Führer 43,6 Prozent der Stimmen erhalten. Evgeni Kivman (31) von der Tierschutzpartei bekam 7,6 Prozent.

Erstmeldung um 6:42 Uhr, aktualisiert um 20.50 Uhr

Titelfoto: --/Antje Ruhland-Führer/privat/dpa, ---/Alexander Erbert/privat/dpa

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