Nach BSW-Austritt: Ex-Chefin plant "schnellstmöglich" Parteigründung

Von Simone Rothe

Erfurt - Thüringens bisherige BSW-Chefin Katja Wolf (50) plant nach dem Austritt aus der Wagenknecht-Partei eine Parteineugründung.

Katja Wolf (50) erklärte, dass Gespräche zur Parteigründung liefen.  © Jacob Schröter/dpa

"Wir müssen schnellstmöglich gründen. Entsprechend den Fristen müssten wir es noch im Oktober schaffen können", sagte Wolf der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage in Erfurt.

Auch andere ehemalige BSW-Mitglieder in Thüringen, darunter Infrastrukturminister Steffen Schütz (59), erwarten eine Parteineugründung. Wolf und Schütz sind zusammen mit anderen aus dem BSW ausgetreten.

Wolf sagte, die Gespräche zur Parteigründung liefen.

Dafür gebe es Fristen. Ein genauer Termin stehe bisher nicht fest. "Für eine neue Fraktion braucht es eine neue Partei." 

Am Freitag hatten neun weitere Landtagsabgeordnete, die der BSW-Fraktion angehören, der Partei den Rücken gekehrt. Damit sind nur noch zwei der derzeit zwölf Abgeordneten, die bisher noch als BSW-Fraktion firmieren, auch Mitglieder der namensgebenden Partei. 

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Zukunft der BSW-Fraktion in Thüringen noch unklar

Drei weitere hatten in der vergangenen Woche ebenfalls wegen des Dauerkonflikts mit dem Bundesvorstand und Parteigründerin Sahra Wagenknecht (57) sowohl Partei als auch Fraktion verlassen. Das BSW, das seit Ende 2024 in der sogenannten Brombeer-Koalition zusammen mit CDU und SPD in Thüringen regiert, hatte ursprünglich 15 Abgeordnete im Landtag in Erfurt. 

Nach den bisher bekannt gewordenen Plänen könnte es künftig drei Abspaltungen aus der bisherigen BSW-Fraktion geben: eine Fraktion unter noch nicht feststehendem Namen mit zehn Mitgliedern, drei Ex-BSWler als parlamentarische Gruppe und die verbliebenen zwei BSW-Mitglieder als fraktionslose Abgeordnete. 

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