Von Berliner Linke "vergrault"? Brandenburg will Polizisten abwerben
Potsdam/Berlin - Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) beobachtet ein wachsendes Interesse von Polizisten aus Berlin und anderen Bundesländern an einem Wechsel nach Brandenburg.
In einem Instagram-Beitrag schrieb die Partei vor wenigen Tagen: "Während die Berliner Linke viele Polizisten vergrault, zeigen wir ihnen, wie sehr wir sie schätzen!"
Die CDU spricht darin weiter von einer "Flucht aus der Hauptstadt". Anlass war die Anschaffung von 115 neuen Streifenwagen in Brandenburg. Die Partei nutzte den Beitrag zugleich, um für die eigene Polizei zu werben.
Konkrete Zahlen zum Interesse von Bewerbern aus anderen Bundesländern nannte Redmann allerdings nicht.
Bereits Ende September hatte der Innenminister auf Instagram gezielt um Nachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt geworben. "Du kommst aus Berlin oder Sachsen-Anhalt, möchtest Polizist werden und sorgst dich gerade um die politische Zukunft in deinem Heimatland? Dann schau mal nach Brandenburg", schrieb der CDU-Politiker.
Bei den Wahlen im September war in Berlin die Linke stärkste Kraft geworden, in Sachsen-Anhalt die AfD. Auch aus anderen Bundesländern hatte es anschließend Abwerbeangebote gegeben.
In Berlin hatten sich Linke, Grüne und SPD in ihrem Sondierungspapier darauf verständigt, bei der Polizei kein Personal abzubauen und den Verfassungsschutz nicht abzuschaffen.
Die Linke hatte zuvor in ihrem Wahlprogramm angekündigt, eine weitere "Aufrüstung" der Polizei stoppen zu wollen. Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin hatte sich besorgt über die Pläne geäußert.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa
