Abwahl von SPD, AfD und Rechtsextremen eingeleitet: Linke-Bürgermeister Kummer nicht mehr im Amt

Hildburghausen - Die Kommunalaufsicht hat die Abwahl des Bürgermeisters von Hildburghausen, Tilo Kummer (54, Linke), bestätigt.

Tilo Kummer (54, Linke) überstand den Bürgerentscheid nicht und musste seinen Posten als Bürgermeister von Hildburghausen räumen.
Tilo Kummer (54, Linke) überstand den Bürgerentscheid nicht und musste seinen Posten als Bürgermeister von Hildburghausen räumen.  © Michael Reichel/dpa

Dessen Amtszeit sei damit am Donnerstag zu Ende gegangen, teilte das Landratsamt Hildburghausen mit. Ein neuer Bürgermeister für die Stadt in Südthüringen solle am 4. Juni 2023 gewählt werden. Sollte eine Stichwahl unter zwei Bewerbern nötig werden, sei dafür der 18. Juni vorgesehen.

Der Linke-Politiker und frühere Landtagsabgeordnete Kummer hatte ein Abwahlverfahren am vergangenen Sonntag nicht überstanden. Laut Stadtverwaltung soll bis zur Neuwahl der erste Beigeordnete Burkhard Knittel (parteilos) die Amtsgeschäfte führen.

Der Bürgerentscheid über die Abwahl von Kummer war unter anderem von Stadträten der SPD, AfD und einer rechtsextremen Wählervereinigung in Gang gesetzt worden.

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Das hatte zu Kontroversen, vor allem innerhalb der Thüringer SPD, geführt. Gegen zwei SPD-Stadträte wurde nach SPD-Angaben ein Parteiordnungsverfahren eingeleitet. Eine SPD-Stadträtin war nach dem Vorfall aus der Partei ausgetreten.

Kummer war seit 2020 Bürgermeister von Hildburghausen gewesen.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

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