SPD-Juso-Chefin Rosenthal fordert 300-Euro-Hilfe für Familien

Oberhausen/NRW - Die Juso-Bundesvorsitzende Jessica Rosenthal (30) fordert angesichts der explodierenden Energie- und Lebensmittelkosten eine Direktzahlung für Familien von einmalig 300 Euro.

Jessica Rosenthal (30) ist Chefin der Jusos und sitzt auch im Bundestag.
Jessica Rosenthal (30) ist Chefin der Jusos und sitzt auch im Bundestag.  © Roberto Pfeil/dpa

Das sagte die Juso-Chefin am Freitag in Oberhausen zur Eröffnung eines Bundeskongresses der SPD-Jugendorganisation.

Mit der Direktzahlung werde Menschen geholfen, die vielfach von Armut besonders stark betroffen seien, sagte ein Sprecher.

Die Juso-Chefin forderte außerdem einen Sicherheitsetat für Infrastruktur in Milliardenhöhe auf deutscher und europäischer Ebene.

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Mit dem Geld sollten ausländische Beteiligungen etwa chinesischer Unternehmen an kritischer Infrastruktur zurückgekauft oder Investments gleich in öffentlicher Hand behalten werden.

Den Freiheitskampf im Iran müsse Deutschland mit Sanktionen gegen das dortige Regime unterstützen. "Es braucht Taten, es braucht Sanktionen."

An dem bis Sonntag andauernden Treffen unter dem Motto "Solidarisch. Komme, was wolle" nehmen rund 300 Delegierte teil.

Im Mittelpunkt stehen weitere und schneller wirksame Entlastungsmöglichkeiten für die Bürger.

Jusos wollen das 9-Euro-Ticket zurück

Ein Initiativantrag des Juso-Bundesvorstandes sieht unter anderem eine sofortige Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets, die Abschaffung der Umsatzsteuer für Lebensmittel und eine weitere Direktzahlung zu Jahresbeginn bei der Gaspreisbremse vor.

Am Freitagabend wurde beim Parteitag die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken (61) als Gastrednerin erwartet. Die Jusos stellen derzeit mit 50 Bundestagsabgeordneten fast ein Viertel der SPD-Bundestagsfraktion.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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