Thüringens MP Ramelow schießt scharf gegen Finanzminister Lindner!

Erfurt - In der Rentendebatte hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) Bundesfinanzminister Christian Lindner (45, FDP) scharf kritisiert.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) wirbt für die Einführung einer Bürgerversicherung. (Archivbild)
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) wirbt für die Einführung einer Bürgerversicherung. (Archivbild)  © Michael Reichel/dpa

"Statt ständig das Rentensystem zu verschlimmbessern und zu verhunzen, müsste es endlich zukunftsfest und gesellschaftsstärkend gemacht werden", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

Lindner wolle einen Generationenvertrag durch einen Pakt mit der Börse ersetzen und damit die "Lebensabend-Versicherung in die Spekulations- und Renditewirtschaft verschieben".

Die FDP hatte eine Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 gefordert. Die SPD will davon nichts wissen.

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Nach Reformplänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (51, SPD) und Finanzminister Christian Lindner soll bis Mitte der 2030er Jahre ein neuer Kapitalstock auf dem Aktienmarkt von 200 Milliarden Euro geschaffen werden, um schrittweise eine nachhaltigere Basis für die künftige Finanzierung der Rente zu schaffen. Das Geld soll vom Bund kommen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (45, FDP) ist in der Rentendebatte von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) scharf kritisiert worden. (Archivbild)
Bundesfinanzminister Christian Lindner (45, FDP) ist in der Rentendebatte von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) scharf kritisiert worden. (Archivbild)  © Soeren Stache/dpa

Ramelow mit Forderung

Ramelow wirbt für die Einführung einer Bürgerversicherung. "Jeder zahlt ein, aus jeder Einkommensart. Das wäre endlich ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit und es wäre ein gesellschaftlicher Stabilitätsanker", sagte er und forderte, dass künftig auch Beamte oder Abgeordnete in die Rentenkasse einzahlen sollten.

"So könnten wir Spaltungen in der Gesellschaft überwinden und mehr Gemeinsames schaffen, statt Beitragszahlern in Angst und Schrecken zu versetzen."

Titelfoto: Michael Reichel/dpa Soeren Stache/dpa/Montage

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