Berlin - Bittere Zwischenbilanz für die neue Bundesregierung: Knapp ein Jahr nach der letzten Bundestagswahl trauern viele Deutsche Ex-Kanzler Olaf Scholz (67, SPD) und seinen Ampel-Ministern hinterher.
Auf die Frage, wer im Vergleich denn den besseren Job gemacht hat, sehen die Teilnehmer einer neuen INSA-Umfrage im Auftrag von "Bild" nur in zwei Fällen einen Minister der schwarz-roten Koalition vorn.
Im Direktvergleich können demnach nur Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) besser abschneiden als ihre Amtsvorgängerinnen Annalena Baerbock (45, Grüne) und Nancy Faeser (55, SPD).
Aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage geht zudem hervor, dass selbst die Arbeit von Ex-Kanzler Scholz besser eingeschätzt wird als die bisherige Leistung von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU). 35 Prozent der Befragten finden hier Scholz besser, nur 22 Prozent sehen Merz vorn.
Andere Minister kommen auch nicht gut weg
Die übrigen Minister der neuen Bundesregierung kommen ebenfalls nicht gut weg. 24 Prozent schätzen die Leistung von Ex-Finanzminister Christian Lindner (47, FDP) besser ein als die von Amtsinhaber Lars Klingbeil (47, SPD), welche nur von 22 Prozent als besser bewertet wird. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) unterliegt ihrem Vorgänger Robert Habeck (56, Grüne) mit 19 zu 27 Prozent besonders deutlich.
Auch im Arbeits-, Gesundheits-, Justiz-, Verkehrs- und Bauministerium urteilen die Umfrageteilnehmer zugunsten der Minister aus der Ampel-Zeit.