Wahl-Panne in Berlin: CDU muss Stimmen an AfD abgeben

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Von Andreas Heimann

Berlin - Die Neuauszählung eines Wahlergebnisses in Berlin-Spandau hat voraussichtlich auch Folgen für die Zahl der Sitze im Berliner Landesparlament.

Laut Landeswahlleiter Stephan Bröchler (64) kommt wegen der Nachzählung eines Wahlergebnisses in Berlin-Spandau ein anderer Kandidat als bisher angenommen ins Landesparlament.
Laut Landeswahlleiter Stephan Bröchler (64) kommt wegen der Nachzählung eines Wahlergebnisses in Berlin-Spandau ein anderer Kandidat als bisher angenommen ins Landesparlament.  © Marvin Zubrod/dpa

Bei der Nachzählung im Wahlkreis Spandau 1 stellte sich heraus, dass der AfD-Kandidat Tommy Tabor (44) dort die meisten Stimmen und damit das Direktmandat geholt hat, nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner (56), wie Landeswahlleiter Stephan Bröchler (64) auf dpa-Anfrage mitteilte. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet. 

Grund der Nachzählung war Bröchler zufolge, dass die per Telefon übermittelte Schnellmeldung des Ergebnisses nicht mit dem in der Niederschrift des Wahlvorstands übereinstimmte. Dort sei die korrekte Zahl festgehalten worden, nach der Tabor mit 34 Stimmen vorn liegt und nicht Meißner mit 80 Stimmen. "Woran das lag, kann ich im Augenblick nicht sagen."

Weil die CDU-Kandidatin kein Direktmandat bekommen habe, falle ein Überhangmandat weg. Damit muss Bröchler zufolge auch die Zahl der Ausgleichsmandate neu berechnet werden. 

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Dadurch verringert sich die Zahl der Abgeordneten im Landesparlament voraussichtlich: "Es werden 153 Kandidaten einen Sitz im Abgeordnetenhaus erhalten, nicht 158, also fünf fallen weg." Das sei zumindest der vorläufige Stand. 

AfD-Kandidat Tommy Tabor (44) holte im Wahlkreis Spandau 1 die meisten Stimmen.
AfD-Kandidat Tommy Tabor (44) holte im Wahlkreis Spandau 1 die meisten Stimmen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Wie sich das über die Parteien verteilt, da sind wir noch in den Berechnungen", sagte Bröchler. "Schlussendlich muss das alles dann durch den Landeswahlausschuss am 12. Oktober noch bestätigt werden."

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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