Trotz mieser Umfragewerte: Thüringer FDP will bei Landtagswahl zweistellig sein

Weimar - Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich (59) ist optimistisch, dass seine Partei trotz derzeit schlechter Umfragewerte bei der anstehenden Wahl den erneuten Einzug in den Landtag schafft.

Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich (59) glaubt an einen positiven Ausgang für seine Partei bei der im September anstehenden Landtagswahl.
Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich (59) glaubt an einen positiven Ausgang für seine Partei bei der im September anstehenden Landtagswahl.  © Bodo Schackow/dpa

"Ich glaube, dass wir all jene, die an Umfragen glauben, eines Besseren belehren werden", sagte Kemmerich am Samstag auf einem Landesparteitag in Weimar. "Wir lassen uns keine Angst machen, wir haben gute Kandidaten vor Ort." Als Wahlziel gab Kemmerich erneut "acht bis zehn Prozent" der Stimmen aus.

Umfragen sahen die Liberalen zuletzt bei zwei bis drei Prozent, die Hürde für den Einzug in den Landtag liegt bei fünf Prozent. Bei der Landtagswahl 2019 hatte die Partei diese nur äußerst knapp genommen.

Kemmerich hatte danach bundesweite Proteste ausgelöst, als er im Februar 2020 maßgeblich mit Stimmen der AfD zum Kurzzeitministerpräsidenten von Thüringen gewählt wurde. Unter dem Druck der parteiübergreifenden Proteste und auch aus der Bundes-FDP trat er wenige Tage später zurück.

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Die FDP wählt in Weimar ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl am 1. September. Spitzenkandidat soll Kemmerich werden. Dieser bekräftigte das Ziel einer "Koalition der Mitte" aus CDU, FDP und SPD. Eine Koalition mit dem neuen Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schloss der 59-Jährige erneut aus. Das BSW sei eine "Linke 2.0" erklärte Kemmerich.

Erst recht sei die Linke, die in Thüringen seit zehn Jahren mit SPD und Grünen regiert, kein Partner für die FDP.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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