Mecklenburg-Vorpommern-Wahl: Kopf-an-Kopf-Ren­nen zwischen zwei Parteien deutet sich an

Schwerin - Nur noch ein Tag bis zur großen Entscheidung: Am 20. September steht in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl an. Wer macht am Ende das Rennen?

Manuela Schwesig (52, SPD, r.), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Leif-Erik Holm (56, l.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD für die Landtagswahl, duellierten sich bereits im TV.  © Jens Büttner/dpa

In der jüngsten Umfrage von Donnerstag (Forschungsgruppe Wahlen fürs ZDF) kommt die SPD plötzlich auf 37 Prozent, während die AfD knapp dahinter bei 36 Prozent liegt.

Seit Wochen liefern sich die beiden Parteien ein Rennen um Platz eins, wobei die SPD im März in einer Umfrage noch bei 26 Prozent gestanden hatte, ehe sie eine starke Aufholjagd startete.

Die CDU kommt laut der jüngsten Umfrage indes nur noch auf sechs Prozent und steht damit lediglich einen Prozentpunkt über der Fünf-Prozent-Hürde.

Wahlen Kurz vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin irritiert mit rätselhaftem Foto

In unserem Liveticker zur Mecklenburg-Vorpommern-Wahl findet Ihr alle wichtigen Informationen im Überblick.

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19. September, 13 Uhr: AfD bekommt Unterstützung aus Moskau

Unterstützung für die AfD aus Moskau: Der Beauftragte von Kremlchef Wladimir Putin (73) für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew (51), äußerte sich nun zur bevorstehenden Wahl. Dmitrijew erklärte seine Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Partei nach einem möglichen Wahlsieg.

"Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt", schrieb Dmitrijew auf der Plattform X. Moskau behaupte jedoch immer wieder, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen.

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19. September, 12.07 Uhr: Auch 16- und 17-Jährige dürfen wählen

Es bleibt spannend: Am Sonntag sind die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Erstmals dürfen bei einer Landtagswahl in diesem Bundesland auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Dabei handelt es sich um rund 30.000 potenzielle zusätzliche Erstwähler.

Umfragen zufolge könnte es ein Kopf an Kopf rennen zwischen SPD und AfD geben.

18. September, 20.37 Uhr: AfD setzt auf Mobilisierung von Nichtwählern

Die AfD setzt im Endspurt vor der Wahl auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler. "Das hat ja in Sachsen-Anhalt auch diesen Effekt gegeben, dass bisherige Nichtwähler dann tatsächlich noch zur Wahl gegangen sind, weil sie etwas ändern wollen", erklärte Leif-Erik Holm (56) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Co-Landesparteichef räumte ein, dass es laut den Umfragen derzeit nicht nach einer AfD-Regierung in MV aussehe. "Aber wie gesagt, das hängt ja von den Nichtwählern auch ab, die dann vielleicht auch ins Wahllokal gehen."

Bereits vor einer Woche hatte Holm gesagt, dass er im Fall der Fälle offen für Koalitionsgespräche mit allen Parteien sei. Dass es einen Koalitionspartner für die AfD geben würde, erscheint jedoch fraglich.

AfD-Mann Leif-Erik Holm (56) setzt im Endspurt vor der Wahl auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler.  © Philip Dulian/dpa

18. September, 19.29 Uhr: FDP-Chef Kubicki gibt sich kämpferisch

Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki (74) zeigt sich trotz der desaströsen Umfragewerte seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern kämpferisch.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Schwerin betonte der 74-Jährige: "Wir wissen aus der Vergangenheit, dass gut zehn Prozent der Wähler sich erst am Wahltag entscheiden." Entsprechend müsse man auch bis zum Wahltag alles versuchen.

Die Liberalen lagen in der jüngsten Umfrage bei unter drei Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten sie noch 5,8 Prozent erreicht.

FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74) will trotz der schwachen Umfragewerte seiner Partei in MV nicht aufgeben.  © Marc Niedzolka/dpa

18. September, 18.38 Uhr: Schwesig: "Die Lage ist nach wie vor sehr ernst"

SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig will sich von der Aufholjagd ihrer Partei nicht blenden lassen. "Die neue Umfrage zeigt zwar: Wir liegen vorne. Das ist Motivation, aber noch kein Ergebnis. Die Lage ist nach wie vor sehr ernst in MV", betonte sie bei einer Veranstaltung in Warnemünde.

Es gebe eine realistische Chance für die AfD, an die Macht zu kommen und den Ministerpräsidenten zu stellen. "Im Zweifel mit ihren Freunden von dem BSW, und auch in CDU diskutiert der ein oder andere", kommentierte Schwesig. Dies müsse unbedingt verhindert werden.

SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig (52) will eine Machtübernahme der AfD in MV unbedingt verhindern.  © Stefan Sauer/dpa

18. September, 16.23 Uhr: Wahlkampf auf Kosten der CDU? Das sagt Schwesig

Den Vorwurf, dass sie Wahlkampf auf Kosten der CDU mache, wollte SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig nicht auf sich sitzen lassen.

Dem Nachrichtensender Welt TV sagte die Ministerpräsidentin: "Bei allem Respekt: Die CDU muss schon ihr Wahlergebnis selbst verantworten und sich selber fragen, warum sie so schwach dasteht."

Zuletzt hatte es kritische Stimmen gegeben, dass angesichts des großen Duells zwischen der SPD und der AfD im Nordosten andere Parteien kaum wahrgenommen würden. Für viele haben die schwachen Umfragewerte der CDU in MV aber auch mit der Unbeliebtheit von Kanzler Friedrich Merz (70) zu tun.

18. September, 15.40 Uhr: Die Linke will im Endspurt "noch mal alles geben"

Hennis Herbst (29), Vorsitzender der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, hat sich und seine Partei im Wahlkampfendspurt in die Pflicht genommen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Wir werden natürlich noch mal alles geben."

Eine linke Politik, die die Sorgen der Menschen ernst nehme, sei auch in den nächsten fünf Jahren im Nordosten notwendig, betonte der Politiker.

In der jüngsten Umfrage kamen die Linken auf 9 Prozent. Herbst und Co. wollen die aktuelle rot-rote Koalition unter Ministerpräsidentin Schwesig weiterführen.

Hennis Herbst (29), Vorsitzender der Linken, will im Wahlkampfendspurt mit seiner Partei "noch mal alles geben". (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

18. September, 14.41 Uhr: Grüne lässt kein gutes Haar an Manuela Schwesig

Deutliche Worte: Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner (47) hat kein gutes Haar am Wahlkampf von Manuela Schwesig (52, SPD) gelassen. Die Ministerpräsidentin riskiere den Sieg der demokratischen Kräfte "für einen kurzen Jubelmoment", bemängelte Brantner in "BILD".

Die Grünen-Politikerin weiter: "Es geht bei der Wahl am Sonntag um eine stabile demokratische Regierung für Mecklenburg-Vorpommern, und mit Grünen im Schweriner Landtag wird genau das gelingen. Wer glaubt, dass eine Umfrage schon das Endergebnis ist, spielt ein extrem riskantes Spiel."

Hintergrund: Schwesig hatte im ZDF-Morgenmagazin gesagt, dass es für eine Rot-Rot-Koalition reichen könnte, wenn die Grünen es nicht in den Landtag schaffen sollten.

Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner (47) hat den Wahlkampf von Manuela Schwesig (52, SPD) kritisiert. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

18. September, 13.21 Uhr: Wissenschaftler sieht Gefahr für die SPD

Nur wenige Tage vor der Landtagswahl überholte die SPD in einer Umfrage erstmals die AfD. Politikwissenschaftler Wolfgang Muno (57) von der Universität Rostock ist der Meinung, dass dieses Umfrageergebnis für die Sozialdemokraten allerdings auch ein Risiko birgt.

"Es gibt immer noch 20 Prozent Unentschlossene", so der Wissenschaftler zur Deutschen Presseagentur. Für die SPD bestehe seiner Ansicht nach jetzt die Gefahr, dass sich ihre potenziellen Wähler in Sicherheit wiegen und am Sonntag gar nicht erst zur Wahl gehen.

Politikwissenschaftler Wolfgang Muno (57) von der Universität Rostock sieht nach den jüngsten Umfrageergebnissen auch eine Gefahr für die SPD. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

18. September, 11.02 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Peters richtet den Blick nach Berlin

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters (45) schreibt die historisch schwachen Umfragewerte (sechs Prozent) für seine Partei kurz vor der Landtagswahl auch einem politischen Stillstand im Bund zu.

"Wir leiden natürlich auch darunter, dass in Berlin Entscheidungen nicht getroffen werden, dass Dinge ausgesessen werden und dass das Reformpaket ehrlicherweise auch nicht vorankommt", sagte Peters im ZDF-"Morgenmagazin". 

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters (45) wolle nach eigener Aussage mit seiner Partei bis zum Schluss kämpfen. (Archivfoto)  © Philip Dulian/dpa

18. September, 8.54 Uhr: Schwesig sieht Drücken der AfD-Werte als "große Leistung"

Nach der jüngsten Umfrage liegt Manuela Schwesigs SPD knapp vor der AfD. Die Ministerpräsidentin hält sich zugute, den Aufschwung der AfD eingedämmt zu haben. "Da ist ein Trend, den es bundesweit gibt", sagte die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin".

"Es ist einfach eine Illusion zu denken, die AfD wäre nur stark in Ostdeutschland. Und wenn wir sehen, dass die AfD ein Potenzial hat von bis zu 45 Prozent, ist es schon eine große Leistung, dass wir die AfD hier weit unter 40 Prozent drücken."

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