Mecklenburg-Vorpommern-Wahl: Krimi zwischen zwei Parteien deutet sich an
Schwerin - Nur noch zwei Tage bis zur großen Entscheidung: Am 20. September steht in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl an. Auf den letzten Metern deutet sich ein echter Wahlkrimi an.
In der jüngsten Umfrage von Donnerstag (Forschungsgruppe Wahlen fürs ZDF) kommt die SPD plötzlich auf 37 Prozent, während die AfD knapp dahinter bei 36 Prozent liegt.
Seit Wochen liefern sich die beiden Parteien ein Rennen um Platz eins, wobei die SPD im März in einer Umfrage noch bei 26 Prozent gestanden hatte, ehe sie eine starke Aufholjagd startete.
Die CDU kommt laut der jüngsten Umfrage indes nur noch auf sechs Prozent und steht damit lediglich einen Prozentpunkt über der Fünf-Prozent-Hürde.
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18. September, 8.54 Uhr: Schwesig sieht Drücken der AfD-Werte als "große Leistung"
Nach der jüngsten Umfrage liegt Manuela Schwesigs SPD knapp vor der AfD. Die Ministerpräsidentin hält sich zugute, den Aufschwung der AfD eingedämmt zu haben. "Da ist ein Trend, den es bundesweit gibt", sagte die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin".
"Es ist einfach eine Illusion zu denken, die AfD wäre nur stark in Ostdeutschland. Und wenn wir sehen, dass die AfD ein Potenzial hat von bis zu 45 Prozent, ist es schon eine große Leistung, dass wir die AfD hier weit unter 40 Prozent drücken."
18. September, 8 Uhr: AfD strebt Koalitionsregierung in Mecklenburg-Vorpommern an
Falls sie keine eigene Mehrheit hat, will die AfD nach der Landtagswahl eine Koalitionsregierung bilden. "Natürlich wollen wir regieren", sagte Spitzenkandidat Enrico Schult (47) im ZDF-"Morgenmagazin" auf eine Frage nach einer möglichen Koalition.
"Veränderungen kann man nur in der Regierung herbeiführen. Wir strecken allen Parteien die Hand aus, die es gut mit diesem Land meinen." Ein Koalitionspartner für die Partei ist allerdings nicht in Sicht. Das BSW zeigt sich zwar offen für Gespräche, für ein Regierungsbündnis aber nicht. Alle anderen Parteien positionieren sich strikt gegen die AfD.
18. September, 6.50 Uhr: BSW und FDP zeigen sich zuversichtlich
Das BSW kommt in der jüngsten Umfrage für das ZDF-"Politbarometer" auf vier Prozent. Damit kämpft die Neugründung Bündnis Sahra Wagenknecht um den Sprung über fünf Prozent. Doch die Partei ist zuversichtlich, in den Landtag einzuziehen.
"Wir sind ganz gut aufgestellt, was unseren Landesverband angeht, und wir sind am Wachsen", sagte Spitzenkandidatin Sabine Firnhaber (48) im ZDF-"Morgenmagazin". Und auch die Liberalen kommen in Umfragen auf sehr schwache Werte (unter drei Prozent). Dennoch sieht sich die FDP in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht am Ende.
"Wenn Sie sich den Bundestrend mal anschauen und auch den Landestrend, dann geht er doch beharrlich nach oben", sagte der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Sonntag, Jakob Schirmer (44), im ZDF-"Morgenmagazin". Er räumte aber ein: "Wir wollen das nicht beschönigen, die Zahlen sind sehr herausfordernd gerade, das ist so."
18. September, 6 Uhr: AfD-Kandidat bezeichnet Konkurrentin nach TV-Duell am Mittwoch als Lügnerin
Nach dem TV-Duell am Mittwoch hat AfD-Kandidat Leif-Erik Holm (56) seine Konkurrentin Manuela Schwesig (52, SPD) als Lügnerin bezeichnet.
Die Ministerpräsidentin habe "im Sekundentakt irgendwelche Lügengeschichten" über seine Partei erzählt, sagte der 56-Jährige bei einer Wahlkampfveranstaltung in Boizenburg.
In seinen Augen seien "solche Personen" wie Schwesig "ungeeignet, ein Land zu regieren", verdeutlichte Holm zudem.
Titelfoto: Jens Büttner/dpa
