Mecklenburg-Vorpommern-Wahl live: AfD gewinnt, CDU bangt um Einzug ins Parlament

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Auch nach der zweiten Hochrechnung bleibt die AfD Wahlsieger, landet vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52).

Leif-Erik Holm (AfD, r.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, und Tino Chrupalla (vorne l.), AfD-Bundesvorsitzender, feiern auf der Wahlparty ihrer Partei.  © Markus Scholz/dpa

Laut der zweiten Hochrechnung sieht es wie folgt aus:

  • AfD: 37,3 Prozent
  • SPD: 35,5 Prozent
  • CDU: 5,3 Prozent
  • Linke: 7,5 Prozent
  • FDP: 1,1 Prozent
  • BSW: 5 Prozent

In unserem Liveticker zur Mecklenburg-Vorpommern-Wahl findet Ihr jederzeit alle wichtigen Informationen im Überblick.

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20. September, 19.02 Uhr: Rot-Rot-Grün nach ersten Ergebnissen nicht möglich

Nach der zweiten Hochrechnung würde es für Rot-Rot-Grün in Mecklenburg-Vorpommern für eine gemeinsame Regierungsbildung nicht mehr reichen.

Die Spitzenkandidatin der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg (57), hat sich offen für eine weitere Beteiligung an einer möglichen neuen Landesregierung gezeigt. So sei ihre Partei der Garant für ein bezahlbares Leben und eine gute Bildungspolitik. "Das möchten wir natürlich weiter vorantreiben", erklärt Oldenburg im ARD-Interview.

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20. September, 18.46 Uhr: Holm möchte Gespräch mit anderen Parteien suchen

"Wir sind der Meinung wir haben einen Regierungsauftrag und jetzt wollen wir natürlich auch das Gespräch suchen mit allen anderen Parteien, um etwas zu bewegen", so Wahl-Sieger Leif-Erik Holm im ARD-Studio.

"Wir erwarten auch eine Gesprächsbereitschaft." Schließlich wollen die Menschen nach Aussage des Politikers Veränderung, die sie nun auch bekommen sollen. Auf eine Anspielung zu rechtsextremen Mitgliedern seiner Partei entgegnet Holm gegenüber der Moderatorin Susanne Stichler: "Sie framen jetzt hier wieder mit rechtsextrem. Das sind immer dieselben Geschichten. Sie wissen, dass wir hier nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes sind. Es geht darum, für die Bürger etwas zu tun."

20. September, 18.41 Uhr: Schwesig sei dazu bereit, ihre Arbeit fortzusetzen

Schwesig hat zahlreiche Wähler an die AfD verloren. Dennoch sehe sie ihr Motto "Die Frau gegen blau" als gelungen an, da die AfD keine absolute Mehrheit erreicht hat und dadurch nicht allein regieren könne.

"Die Mehrheit hat sich heute ganz klar für demokratische Parteien entschieden. Deshalb stehe ich dazu bereit, [...] die Arbeit fortzusetzen. Und ich stehe bereit für eine stabile Regierung", so die 52-Jährige im ARD-Studio.

20. September, 18.36 Uhr: Auch BSW jubelt

Die BSW-Spitzen sehen die ARD-Ergebnisse mit jeweils fünf Prozent für die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin als Beleg dafür, dass sich ihre Partei fest etabliert.

Die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali (46) und Fabio De Masi (46) erklären bei der BSW-Wahlparty in Schwerin, man habe im Gegenwind gekämpft. Er habe nun ein "breites innerliches Grinsen", so De Masi.

Amira Mohamed Ali (l-r), BSW-Bundesvorsitzende, Peter Schabbel, Spitzenkandidat des BSW und Landesvorsitzender des BSW in Mecklenburg-Vorpommern, Sabine Firnhaber (BSW), Spitzenkandidatin des BSW und Fabio De Masi, BSW-Bundesvorsitzender, feiern.  © Philip Dulian/dpa

20. September, 18.34 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Schirmer spricht von bitterem Ergebnis

Nach dem relativ sicheren Ausscheiden aus dem Schweriner Landtag hat FDP-Spitzenkandidat Jakob Schirmer (44) von einem bitteren Ergebnis für seine Partei gesprochen.

Seinen Angaben nach gebe es nichts zu beschönigen. Dennoch wolle er nach vorne schauen und eine neue Strategie sowie ein neues Team aufstellen.

20. September, 18.25 Uhr: Holm feiert AfD-Sieg nach der Prognose

Leif-Erik Holm äußerte sich nach der Prognose folgendermaßen: "Es ist ein wunderbarer Abend für die AfD. 20 Punkte zugelegt, mehr als verdoppelt. Das ist ein wirklich starkes Ergebnis."

"Wir haben ein riesen Werk für die Demokratie getan. Habt ihr die Wahlbeteiligung gesehen? 79 Prozent liebe Freunde! Das ist das, was wir brauchen!", fährt er bei der Wahlparty fort.

20. September, 18.20 Uhr: Schwesig äußert sich nach der Prognose

Nachdem Manuela Schwesig (SPD) ihren Dank an Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern aussprach, ergänzt sie: "Das war die schwerste Landtagswahl. Eine Landtagswahl in schwierigen Zeiten mit ziemlich viel Gegenwind aus dem Bund und mit einer sehr erstarkten in Teilen rechtsextremistischen AfD."

Weiter ergänzt die 52-Jährige: "Wir haben diesen Kampf angenommen. Vielen Dank."

20. September, 18.10 Uhr: AfD feiert erste Ergebnisse

Tino Chrupalla (51), AfD-Bundesvorsitzender, feiert die ersten Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

"Wir haben uns mehr als verdoppelt, also sensationell. Und wir werden auch allen Parteien Gespräche anbieten", so der 51-Jährige im Gespräch mit ARD. "Wir werden dieses Ergebnis erstmal annehmen". Koalieren möchte mit der AfD allerdings keine andere Partei.

Tino Chrupalla (51, l.), AfD-Bundesvorsitzender, und Leif-Erik Holm (r.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, feiern die Ergebnisse ihrer Partei.  © Jens Büttner/dpa

20. September, 17 Uhr: Wahllokale nur noch eine Stunde geöffnet

Nur noch eine Stunde! Ab 18 Uhr sind die Wahllokale dicht.

Danach wird die Prognose erwartet, bevor es zu den Hochrechnungen übergeht.

20. September, 16.18 Uhr: Videos von gefälschten Wahlzetteln kursieren im Netz

Derzeit kursieren Videos in den sozialen Medien zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. Darin zu hören ist unter anderem eine männliche Stimme, die behauptet, ein Rentner aus Rostock zu sein und in diesem Jahr per Brief zu wählen.

Weiter erzählt er, dass er einen "merkwürdigen Stimmzettel bekommen" hätte, auf dem die AfD allerdings nicht aufgelistet sei. Zudem ist im Video zu sehen, wie auf dem Stimmzettel tatsächlich die Option zum Ankreuzen der AfD fehlt. Doch Vorsicht: Bei dem gezeigten Stimmzettel handelt es sich um eine Fälschung!

Die Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern bestätigte gegenüber dpa, dass die AfD auf den Briefwahlunterlagen zur Landtagswahl 2026 definitiv zu finden sei.

20. September, 15.34 Uhr: So war die Wahlbeteiligung bis zum Nachmittag

Bis 14 Uhr gaben 40,7 Prozent ihre Stimme ab, teilte die Landeswahlleitung mit. Die Wahlbeteiligung lag damit deutlich höher als bei der Wahl 2021 zur gleichen Zeit. Vor fünf Jahren hatten 32,5 Prozent der Wahlberechtigten bis 14 Uhr ihre Stimme abgegeben.

2021 hatte die Beteiligung am Ende bei 70,8 Prozent gelegen.

Noch bis 18 Uhr sind die Wahllokale geöffnet.  © Jens Büttner/dpa

20. September, 14.10 Uhr: Auch CDU-Kandidat Peters gibt seine Stimme ab

Nach Schwesig und Holm hat auch CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters (45) seine Stimme abgegeben. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er anschließend: "Ich bin zuversichtlich, dass wir besser abschneiden werden, als die Wahlumfragen das vorhersagen."

Er sei überzeugt, dass die Menschen den Wunsch hätten, dass die CDU weiter eine tragende Rolle in Mecklenburg-Vorpommern spiele.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters (45) hat in Rostock seine Stimme abgegeben.  © Bernd Wüstneck/dpa

20. September, 13.56 Uhr: Bus muss als Wahllokal genutzt werden

Kuriosum in Rostock: In der Hansestadt musste am Sonntagmorgen kurzzeitig ein Bus als Wahllokal genutzt werden, wie die "Ostsee-Zeitung" berichtet.

Grund war demnach, dass der Zutritt zum eigentlichen Wahllokal in einem Schulgebäude zwischenzeitlich nicht möglich war. Der Bus war laut eines Sprechers etwa eine halbe Stunde als Alternative im Einsatz.

In Rostock musste am Sonntagmorgen kurzzeitig ein Bus als Wahllokal genutzt werden. (Archivfoto)  © Bernd Wüstneck/dpa

20. September, 12.35 Uhr: Manuela Schwesig gibt Stimme in Schwerin ab

Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig (52) hat am Mittag ebenfalls ihre Stimme abgegeben. Sie kam in Schwerin mit ihrem Ehemann ins Wahllokal.

"Ich wünsche mir, dass alle Bürgerinnen und Bürger zur Wahl gehen und ein starkes Zeichen setzen und dass es ein guter Tag für unser Land wird", erklärte die Politikerin nach ihrer Stimmabgabe.

Schwesig kandidiert im selben Wahlkreis wie AfD-Politiker Leif-Erik Holm für ein Direktmandat.

SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig (52, r.) hat in einem Wahllokal in Schwerin ihre Stimme abgegeben.  © Jens Büttner/dpa

20. September, 12.21 Uhr: Bischöfin warnt vor Gewöhnung an das Böse

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat am Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern vor einer "schleichenden Gewöhnung an eine Art Normalität des Bösen, an Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit" gewarnt.

Die Normalisierung von menschenverachtender Sprache, Bilder und Taten könne schwerwiegende Folgen haben. "So beginnen auch Diktaturen und Tyrannen, sich langsam in die Köpfe und Herzen der Menschen zu schleichen", verdeutlichte die Bischöfin.

Zudem betonte Kühnbaum-Schmidt in ihrer Predigt: "Völkischer Nationalismus ist mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar."

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt warnt vor einer Gewöhnung und einer Art Normalität des Bösen. (Archivfoto)  © Marcus Brandt/dpa

20. September, 10.55 Uhr: AfD-Kandidat Leif-Erik Holm gibt Stimme ab

AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm (56) hat am Vormittag in Schwerin seine Stimme abgegeben. Der Politiker kam in Begleitung seiner Frau ins Wahllokal.

Holm kandidiert im selben Wahlkreis wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) für ein Direktmandat.

AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm (56) gab am Vormittag in Schwerin seine Stimme ab.  © Jens Büttner/dpa

20. September, 8 Uhr: Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern geöffnet

Ab sofort sind die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern für die Landtagswahl geöffnet. Bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben, anschließend beginnt die Auszählung.

Mit der Erststimme wird eine Direktkandidatin oder ein Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei und deren Landesliste.

Aktuell wird Mecklenburg-Vorpommern von einer rot-roten Koalition aus SPD und Linken regiert.

Die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern haben ab sofort bis 18 Uhr geöffnet.  © Philip Dulian/dpa

20. September, 7.25 Uhr: 1,3 Millionen Menschen zur Wahl in MV aufgerufen

Es geht an die Wahlurnen: Am heutigen Sonntag sind rund 1,3 Millionen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Erstmals haben dabei auch 16- und 17-Jährige das Recht, zu wählen. Generell wird mit einer hohen Wahlbeteiligung im Nordosten gerechnet.

Die Landtagswahl in MV wurde von vielen Seiten als richtungsweisende Wahl bezeichnet.

Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,3 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen.  © Jens Büttner/dpa

19. September, 19.49 Uhr: AfD zeigt sich zum Wahlkampfabschluss siegessicher

Zum Abschluss ihres Landtagswahlkampfes in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich die AfD siegessicher.

Bei einer Kundgebung in Schwerin erklärte Ulrich Siegmund (AfD), Wahlsieger aus Sachsen-Anhalt, was ihm vor zwei Wochen gelungen sei, sei auch in Mecklenburg-Vorpommern möglich. Rund 1000 AfD-Anhänger nahmen laut Polizei an der Veranstaltung teil.

In der Nähe der Kundgebung habe es lautstarke Proteste gegeben. Ungefähr 350 Gegendemonstranten waren vor Ort. Zwischenfälle habe es laut Polizei nicht gegeben.

Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt, sprach am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Schweriner Marktplatz.  © Philip Dulian/dpa

19. September, 15.06 Uhr: Schwesig lobt Entlastungen bei Tankpreisen

Die hohen Spritpreise sind eines der zentralen Themen im Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) lobte die Entscheidung der Bundesregierung zur Einführung eines Tankrabatts und eines Tankpreisdeckels.

Sie selbst habe sich lange für diese Entscheidung eingesetzt, so die SPD-Politikerin. Für Schwesig sei es jedoch wichtig, dass es eine dauerhafte Lösung gebe.

Autofahrer müssten bei den hohen Tankpreisen so schnell wie möglich entlastet werden. Mecklenburg-Vorpommern werde deswegen dem Tankrabatt im Bundesrat zustimmen, so die Ministerpräsidentin.

Manuela Schwesig (52, SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern lobte die Bundesregierung zur Einführung eines Tankrabatts und eines Tankpreisdeckels.  © Stefan Sauer/dpa

19. September, 13 Uhr: AfD bekommt Unterstützung aus Moskau

Unterstützung für die AfD aus Moskau: Der Beauftragte von Kremlchef Wladimir Putin (73) für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew (51), äußerte sich nun zur bevorstehenden Wahl. Dmitrijew erklärte seine Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Partei nach einem möglichen Wahlsieg.

"Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt", schrieb Dmitrijew auf der Plattform X. Moskau behaupte jedoch immer wieder, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen.

19. September, 12.07 Uhr: Auch 16- und 17-Jährige dürfen wählen

Es bleibt spannend: Am Sonntag sind die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Erstmals dürfen bei einer Landtagswahl in diesem Bundesland auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Dabei handelt es sich um rund 30.000 potenzielle zusätzliche Erstwähler.

Umfragen zufolge könnte es ein Kopf an Kopf rennen zwischen SPD und AfD geben.

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