Mecklenburg-Vorpommern-Wahl: Wahllokale geöffnet, 1,3 Millionen Menschen dürfen Kreuz setzen

Schwerin - Es ist so weit: Am Sonntag steht in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl an. Wer macht am Ende das Rennen?

Manuela Schwesig (52, SPD, r.), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Leif-Erik Holm (56, l.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, kämpfen um die Gunst der Wähler.  © Jens Büttner/dpa

In der letzten Umfrage am Donnerstag (Forschungsgruppe Wahlen fürs ZDF) kam die SPD plötzlich auf 37 Prozent, während die AfD knapp dahinter bei 36 Prozent lag.

Seit Wochen lieferten sich die beiden Parteien ein Rennen um Platz eins, wobei die SPD im März in einer Umfrage noch bei 26 Prozent gestanden hatte, ehe sie eine starke Aufholjagd startete.

Die CDU kam laut der jüngsten Umfrage indes nur noch auf sechs Prozent und stand damit lediglich einen Prozentpunkt über der Fünf-Prozent-Hürde.

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In unserem Liveticker zur Mecklenburg-Vorpommern-Wahl findet Ihr alle wichtigen Informationen im Überblick.

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20. September, 10.55 Uhr: AfD-Kandidat Leif-Erik Holm gibt Stimme ab

AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm (56) hat am Vormittag in Schwerin seine Stimme abgegeben. Der Politiker kam in Begleitung seiner Frau ins Wahllokal.

Holm kandidiert im selben Wahlkreis wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) für ein Direktmandat.

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AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm (56) gab am Vormittag in Schwerin seine Stimme ab.  © Jens Büttner/dpa

20. September, 8 Uhr: Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern geöffnet

Ab sofort sind die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern für die Landtagswahl geöffnet. Bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben, anschließend beginnt die Auszählung.

Mit der Erststimme wird eine Direktkandidatin oder ein Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei und deren Landesliste.

Aktuell wird Mecklenburg-Vorpommern von einer rot-roten Koalition aus SPD und Linken regiert.

Die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern haben ab sofort bis 18 Uhr geöffnet.  © Philip Dulian/dpa

20. September, 7.25 Uhr: 1,3 Millionen Menschen zur Wahl in MV aufgerufen

Es geht an die Wahlurnen: Am heutigen Sonntag sind rund 1,3 Millionen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Erstmals haben dabei auch 16- und 17-Jährige das Recht, zu wählen. Generell wird mit einer hohen Wahlbeteiligung im Nordosten gerechnet.

Die Landtagswahl in MV wurde von vielen Seiten als richtungsweisende Wahl bezeichnet.

Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Landtag gewählt. Rund 1,3 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen.  © Jens Büttner/dpa

19. September, 19.49 Uhr: AfD zeigt sich zum Wahlkampfabschluss siegessicher

Zum Abschluss ihres Landtagswahlkampfes in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich die AfD siegessicher.

Bei einer Kundgebung in Schwerin erklärte Ulrich Siegmund (AfD), Wahlsieger aus Sachsen-Anhalt, was ihm vor zwei Wochen gelungen sei, sei auch in Mecklenburg-Vorpommern möglich. Rund 1.000 AfD-Anhänger nahmen laut Polizei an der Veranstaltung teil.

In der Nähe der Kundgebung habe es lautstarke Proteste gegeben. Ungefähr 350 Gegendemonstranten waren vor Ort. Zwischenfälle habe es laut Polizei nicht gegeben.

Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt, sprach am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Schweriner Marktplatz.  © Philip Dulian/dpa

19. September, 15.06 Uhr: Schwesig lobt Entlastungen bei Tankpreisen

Die hohen Spritpreise sind eines der zentralen Themen im Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) lobte die Entscheidung der Bundesregierung zur Einführung eines Tankrabatts und eines Tankpreisdeckels.

Sie selbst habe sich lange für diese Entscheidung eingesetzt, so die SPD-Politikerin. Für Schwesig sei es jedoch wichtig, dass es eine dauerhafte Lösung gebe.

Autofahrer müssten bei den hohen Tankpreisen so schnell wie möglich entlastet werden. Mecklenburg-Vorpommern werde deswegen dem Tankrabatt im Bundesrat zustimmen, so die Ministerpräsidentin.

Manuela Schwesig (52, SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern lobte die Bundesregierung zur Einführung eines Tankrabatts und eines Tankpreisdeckels.  © Stefan Sauer/dpa

19. September, 13 Uhr: AfD bekommt Unterstützung aus Moskau

Unterstützung für die AfD aus Moskau: Der Beauftragte von Kremlchef Wladimir Putin (73) für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew (51), äußerte sich nun zur bevorstehenden Wahl. Dmitrijew erklärte seine Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Partei nach einem möglichen Wahlsieg.

"Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt", schrieb Dmitrijew auf der Plattform X. Moskau behaupte jedoch immer wieder, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen.

19. September, 12.07 Uhr: Auch 16- und 17-Jährige dürfen wählen

Es bleibt spannend: Am Sonntag sind die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Erstmals dürfen bei einer Landtagswahl in diesem Bundesland auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Dabei handelt es sich um rund 30.000 potenzielle zusätzliche Erstwähler.

Umfragen zufolge könnte es ein Kopf an Kopf rennen zwischen SPD und AfD geben.

18. September, 20.37 Uhr: AfD setzt auf Mobilisierung von Nichtwählern

Die AfD setzt im Endspurt vor der Wahl auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler. "Das hat ja in Sachsen-Anhalt auch diesen Effekt gegeben, dass bisherige Nichtwähler dann tatsächlich noch zur Wahl gegangen sind, weil sie etwas ändern wollen", erklärte Leif-Erik Holm (56) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Co-Landesparteichef räumte ein, dass es laut den Umfragen derzeit nicht nach einer AfD-Regierung in MV aussehe. "Aber wie gesagt, das hängt ja von den Nichtwählern auch ab, die dann vielleicht auch ins Wahllokal gehen."

Bereits vor einer Woche hatte Holm gesagt, dass er im Fall der Fälle offen für Koalitionsgespräche mit allen Parteien sei. Dass es einen Koalitionspartner für die AfD geben würde, erscheint jedoch fraglich.

AfD-Mann Leif-Erik Holm (56) setzt im Endspurt vor der Wahl auf die Mobilisierung bisheriger Nichtwähler.  © Philip Dulian/dpa

18. September, 19.29 Uhr: FDP-Chef Kubicki gibt sich kämpferisch

Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki (74) zeigt sich trotz der desaströsen Umfragewerte seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern kämpferisch.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Schwerin betonte der 74-Jährige: "Wir wissen aus der Vergangenheit, dass gut zehn Prozent der Wähler sich erst am Wahltag entscheiden." Entsprechend müsse man auch bis zum Wahltag alles versuchen.

Die Liberalen lagen in der jüngsten Umfrage bei unter drei Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten sie noch 5,8 Prozent erreicht.

FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74) will trotz der schwachen Umfragewerte seiner Partei in MV nicht aufgeben.  © Marc Niedzolka/dpa

18. September, 18.38 Uhr: Schwesig: "Die Lage ist nach wie vor sehr ernst"

SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig will sich von der Aufholjagd ihrer Partei nicht blenden lassen. "Die neue Umfrage zeigt zwar: Wir liegen vorne. Das ist Motivation, aber noch kein Ergebnis. Die Lage ist nach wie vor sehr ernst in MV", betonte sie bei einer Veranstaltung in Warnemünde.

Es gebe eine realistische Chance für die AfD, an die Macht zu kommen und den Ministerpräsidenten zu stellen. "Im Zweifel mit ihren Freunden von dem BSW, und auch in CDU diskutiert der ein oder andere", kommentierte Schwesig. Dies müsse unbedingt verhindert werden.

SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig (52) will eine Machtübernahme der AfD in MV unbedingt verhindern.  © Stefan Sauer/dpa

18. September, 16.23 Uhr: Wahlkampf auf Kosten der CDU? Das sagt Schwesig

Den Vorwurf, dass sie Wahlkampf auf Kosten der CDU mache, wollte SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig nicht auf sich sitzen lassen.

Dem Nachrichtensender Welt TV sagte die Ministerpräsidentin: "Bei allem Respekt: Die CDU muss schon ihr Wahlergebnis selbst verantworten und sich selber fragen, warum sie so schwach dasteht."

Zuletzt hatte es kritische Stimmen gegeben, dass angesichts des großen Duells zwischen der SPD und der AfD im Nordosten andere Parteien kaum wahrgenommen würden. Für viele haben die schwachen Umfragewerte der CDU in MV aber auch mit der Unbeliebtheit von Kanzler Friedrich Merz (70) zu tun.

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