Messerattacke in Brüssel: Angreifer stand auf Terrorliste!

Brüssel - Der tödliche Angriff auf einen Polizisten in Brüssel ist von einem Terrorverdächtigen verübt worden.

Belgische Polizeibeamte stehen in einem abgesperrten Bereich, in dem am Donnerstag, zwei Polizisten erstochen wurden.
Belgische Polizeibeamte stehen in einem abgesperrten Bereich, in dem am Donnerstag, zwei Polizisten erstochen wurden.  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Der Mann stand auf einer Terrorliste der belgischen Behörden, wie die Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag in Brüssel mitteilte.

Der 23-Jährige stach am Donnerstagabend auf zwei Polizisten in einem Streifenwagen ein. Dabei starb ein 29-jähriger Polizist an seinen Verletzungen später im Krankenhaus.

Sein 23-jähriger Kollege wurde zunächst in die Notaufnahme gebracht und in der Nacht operiert. Sein Zustand sei zum jetzigen Zeitpunkt stabil, sagte ein Sprecher. Der Angreifer wurde anschließend von mehreren Schüssen herbeigerufener Verstärkung getroffen.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der 23-Jährige zuvor bei der Polizei gemeldet und über seine psychische Verfassung geklagt. Er wurde anschließend in eine Psychiatrie eingewiesen. Als ein Beamter sich kurz daraufhin nach seinem Zustand erkunden wollte, sei der Tatverdächtige nicht mehr dort gewesen.

Der Mann stand laut Staatsanwaltschaft auf einer Liste der belgischen Anti-Terror-Behörde Ocam.

Eric Van Der Sypt (l.), belgischer Bundesstaatsanwalt, und Eric Van Duyse, Sprecher der Bundesanwaltschaft, während einer Pressekonferenz. Die Behörden erklärten am Freitagmorgen, dass der Angreifer einen Polizeibeamten tötete und einen weiteren verletzte.
Eric Van Der Sypt (l.), belgischer Bundesstaatsanwalt, und Eric Van Duyse, Sprecher der Bundesanwaltschaft, während einer Pressekonferenz. Die Behörden erklärten am Freitagmorgen, dass der Angreifer einen Polizeibeamten tötete und einen weiteren verletzte.  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Mordes und versuchten Mordes mit terroristischem Hintergrund aufgenommen. Sobald sich der Zustand des Verdächtigen bessert, soll er einem Haftrichter vorgeführt werden.

Titelfoto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

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